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Aktuelles und Neuigkeiten für Wohnmobilfahrer

Auf dieser Seite möchte ich Sie über aktuelle Gesetzesänderungen, Verordnungen und Neuigkeiten für Wohnmobilfahrer (und natürlich auch alle andere Autofahrer) informieren.

Wichtiges für die Urlaubsreisen

Strafzettel in Europa können richtig teuer werden!
Wer im Ausland einen Strafzettel kassiert sollte ihn umgehend bezahlen
27 Mitgliedstatten  der EU haben sich darauf geeinigt, gegenseitig Geldstrafen und Bußgelder anzuerkennen. Nur Griechenland und Irland gehören nicht dazu. Bußgeldbescheide müssen in der Sprache des Verkehrssünders ausgestellt werden. Drei positive Seiten hat diese grenzüberschreitende Strafverfolgung: Punkte in Flensburg gibt es dafür nicht und der Führerschein kann nur in dem LÖand eingezogen werden, in dem das Vergehen stattfand. Auch die zu bezahlende Geldstrafe bleibt im Land und wird nicht an das Tatort-Land überwiesen.
Ein jeweiliges "Vollstreckungshilfeersuchen" geht über das Bundesamt für Justiz als Anhörungsbogen an den Verkehrssünder. Innerhalb von 14 Tagen kann er Einwendungen gegen die Vollstreckung vorbringen. Wer sofort bezahlt erhält meist einen Rabatt (z.B. Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Slowenien und Spanien) von bis zu 50%. Säumige Zahler riskieren dagegen hohe Mahngebühren.
Viele Staaten geben das Inkasso an private Firmen ab, diese haben allerdings keine staatlichen Befugnisse. Zahlungsaufforderungen privater Firmen sollte man vor der Zahlung überprüfen lassen. Bei vielen Ländern, z.B. Frankreich, kann man die Zahlung per Internet anweisen.
Für die grenzüberschreitenden Strafen gibt es Bagatellgrenzen, diese liegt allgemein bei 70 Euro, für Österreich/Deutschland allerdings bei nur 25 Euro. Diese Bagatellgrenzen beinhalten auch die Verfahrenskosten!
Nicht in jedem Land muss ein Fotobeweis vorliegen, meist gilt sowieso, wie z.B. in Holland oder Italien, die Halterhaftung. Es ist also egal wer gefahren ist.
Bußgelder und Strafen verjähren nach 3 Jahren. Allerdings kann in dieser Zeit die Strafe nach einem Grenzübertritt z.B. durch Sicherstellung oder Einzug des Fahrzeuges vollstreckt werden.
Quelle: Landsberger Tagblatt, 5.9.2017

Deutschland:
Pech für deutsche Autofahrer: Viele private UKW-Stationen können ab 2017 keine Stau-, Unfall- und Wettermeldungen mehr an TMC pro fähige Navigationssysteme versenden. Der Grund: der Kölner UKW-Sendedienstleister Media Broadcast kappt hierfür die Übertragung der Daten. (Quelle Media.de, 18.11.2016)

Belgien:
Auch in Belgien gibt es jetzt Umweltzonen und Umweltplaketten, z.B. für Antwerpen, Brüssel, Willebroek, Michelen und Gent. Unter www.lez-belgium.be findet man alle notwendigen Informationen zur Planung einer Reise durch Belgien und alle Regulierungen, welche auch gerade die großen Städte Gent, Antwerpen und Brüssel betreffen.

Frankreich:
Ab dem 1.4.2017 (kein Aprilscherz!) gilt auch für Urlauber eine Umweltvignettenpflicht wenn sie in eine Umweltzone (ZCR-Zone) einfahren möchten. Umweltzonen sind bis jetzt Paris, Grenoble, Lyon und ab Sept. 2017 auch Lille, Strasbourg  sowie deren umliegenden Gemeinden. Die Umweltplakette Crit`Air gibt es in sechs Kategorien.  Diese sind eingeteilt nach Jahr der Erstzulassung und den Abgaswerten. Erhältlich ist die Vignette für ausländische Fahrzeuge ab Anfang 2017 und wird mit Kopie des Fahrzeugscheines (Zulassung Teil I oder II oder COC????) beantragt. Versandt wird sie an die dort eingetragene Adresse. Für die Zeit bis zum Eintreffen per Post kann man die vorläufige Plakette ausdrucken. Bis 3,5t zul GM gilt das Fahrzeug als PKW, darüber wird der Lkw-Tarif berechnet. Die Kosten für Ausländer dürften bei ca. 30 € liegen. Fahren ohne Plakette in einer Umweltzone kostet ein Bußgeld (damit auch in Deutschland vollstreckbar) von 68 € für Pkw und 135 € für Lkw und Busse.
Informationen erhalten Sie hier: http://at.france.fr/de/info/franzoesische-umweltplakette-crit-air-vignette

Bußgelder können in Frankreich auch per Internet bezahlt werden.
Hier der  Link: https://www.amendes.gouv.fr/portail/index.jsp
Parkknöllchen können im Tabakladen mit einer Bußgeldmarke "Timbre amende" bezahlt werden.

Italien:
Wer ohne Freisprechanlage telefoniert, muss ab dem 1. Januar 2017 in Italien mit Geldbußen zwischen 161 und 646 Euro rechnen. Zudem können die Behörden den Führerschein 15 Tage bis drei Monate einziehen. Das gilt laut ADAC für deutsche Führerscheininhaber aber nur für das italienische Staatsgebiet, nicht für Deutschland. Die Weiterfahrt ist nur bis zum Urlaubsort oder nach Hause gestattet. Bei einem Unfall kann zudem auch das Handy eingezogen werden. Quelle: ADAC

Tschechien:
Bei allen Verkehrskontrollen wird ein Alkoholtest durchgeführt

Großbritannien:
Wegen des Linksverkehrs müssen die asymmetrischen Scheinwerfer (der rechte) teilweise abgeklebt werden um den Gegenverkehr auf der rechten Straßenseite nicht zu blenden.
Manche Maut kann nicht vor Ort bezahlt werden, sondern nur Online oder mit telefonischer Anmeldung!

Griechenland:
Halteverbotsschilder mit einer senkrechten weißen Linie gelten an ungeraden Tagen, Schilder mit zwei weißen senkrechten Linien gelten an geraden Tagen!

Kroatien und Slowenien:
Das "Freistehen" ist in Kroatien verboten.
Außerdem: "Ausländer müssen sich in Kroatien innerhalb von 48 Stunden bei der Polizei oder über das örtliche Tourismusbüro anmelden. Bei der Unterbringung in einem Hotel, in einer Pension oder auf dem Campingplatz erfolgt die Anmeldung in der Regel durch deren Besitzer. Individualreisende müssen ihrer Anmeldepflicht selbst nachkommen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder."
Bis zu 800 € müssen Kraftfahrer ohne gültige Vignette in Slowenien berappen, warnt der ADAC. Bei sofortiger Zahlung wird das Bußgeld halbiert.

Lichtpflicht in der Schweiz
Ab 1.1.2014 gilt auch in der Schweiz tagsüber eine Lichtpflicht. Wer das Einschalten des Fahrlichtes vergisst wird mit umgerechnet 32.-€ daran erinnert.

Umweltzonen in Deutschland
Einen Hier einen aktuellen Überblick zu halten ist schwierig. Deshalb ein Link zum Umweltbundesamt. Die müssten es wissen.
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/umweltzonen-in-deutschland

Keine HU-Plakette für Wohnmobile mit unvollständiger Ausstattung
Unvollständig ausgestattete Wohnmobile bekommen bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) keine Plakette. Das gilt auch für Kombis, Transporter oder Vans, die fürs Reisen umgebaut wurden und in den Fahrzeugpapieren als Wohnmobile deklariert sind. Fehlen entscheidende Teile der Ausstattung hilft es nicht, wenn das Fahrzeug technisch einwandfrei ist, denn das Fahrzeug entspricht nicht mehr der Fahrzeugbeschreibung.
Nicht fehlen dürfen z.B. Schlafgelegenheiten, eine fest eingebaute Kochstelle oder Stauräume. Sonst handelt es sich um ein gewöhnliches Auto das auch als solches versteuert werden muss und nicht wie ein Wohnmobil, das oft günstiger eingestuft wird. Quelle: Sonntag aktuell, 30.3.2014
Ab Mitte 2015 werden auch die elektronischen Systeme auf Funktion überprüft. Sind die Helferlein defekt, manipuliert oder ausgebaut gibt es keine HU-Plakette (Quelle Motor Sport 1.2.2015).

Überladung:
Im neuen Bußgeldkatalog (01.04.2013) sind die geänderten Strafen für Überladung erläutert. Die Grenzen beziehen sich auf das zul. Gesamtgewicht als auch auf die zul. Achslasten. Wer also das zGG einhält, aber eine Achslast überschritten hat, zahlt.
Überschreitung in v.H. bei Kfz bis 7,5t
mehr als 5 bis 10% Verwarnungsgeld 10€ / keine Punkte
mehr als 10 bis 15% Verwarnungsgeld 30€ / keine Punkte
mehr als 15 bis 20% Verwarnungsgeld 35€ / keine Punkte
mehr als 20% Bußgeld 95€ / 3 Punkte
mehr als 25% Bußgeld 140€ / 3 Punkte
mehr als 30% Bußgeld 235€ / 3 Punkte
(Quelle: ACE Automobilclub)

Übrigens: Von der Polizei Rheinland Pfalz gibt es übrigens viele und gute Tipps zur Verkehrssicherheit von Wohnmobilen.

Stand 25.11.2017

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