Wohnmobil Beratung
herstellerneutral ● kompetent ● erfahren
Wohnmobil Beratung,
herstellerneutral, kompetent, erfahren
Ein kleiner Steckbrief

Zuerst möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen.

Seit bald 35 Jahren reise ich in Wohnmobilen verschiedenster Bauart und Hersteller um Urlaub und Hobbys miteinander zu verbinden. Wir waren zu zweit unterwegs, wir waren mit drei oder vier Personen im Urlaub. Wir waren im Sommer zum Surfen an einsamen Stränden, wir waren im Winter zum Skilaufen auf Stell- oder Campingplätzen.
Kurz gesagt, wir hatten unzählige Gelegenheiten uns über einen besseren Grundriss,
eine praktischere Anordnung einer Spüle oder über die Frage zu sinnieren, wo denn hier das Bettzeug für vier Personen verstaut werden soll.

Die Beratung, die wir von den verschiedensten Wohnmobil Händler erfahren haben war sicherlich immer interessant. Aber über Hintergründe oder über die Nachteile eines vordergründigen Vorteils wurde naturgemäß nicht gesprochen. Das habe ich vermisst und habe mir deshalb viele Informationen mühevoll selber zusammengetragen. Ich wäre oft froh gewesen, jemanden fragen zu können.
Diese oft langwierige Suche nach Informationen möchte ich Ihnen erleichtern. In mir haben Sie einen Ansprechpartner, der Ihnen kein Wohnmobil verkaufen möchte, sondern Sie bei der Auswahl mit einer individuellen und auf Ihre persönlichen Verhältnisse zugeschnittenen Beratung unterstützen kann.

Ein bisschen zu meinem beruflichen und technischen Hintergrund. Ich habe eine handwerklich technische Ausbildung und war als Servicetechniker in der Halbleiterfertigung  und im Service von EDV-Anlagen tätig. Ich habe Sicherheitskonzepte für Rechenzentren und den darin integrierten unterbrechungsfreien Notstromversorgungen mit ihren Wechselrichtern erstellt und eine deutschlandweite Serviceorganisation im Computerbereich geleitet. Jetzt konzentriere ich mich auf das Thema Wohnmobil.

Egal ob Neukauf oder Ausbau, Wenn Sie jetzt jemanden haben, mit dem Sie sich austauschen können, Ihre Zweifel besprechen oder der Ihnen hilft offene Fragen zu klären, wird der Weg zum Wunschmobil schon erheblich einfacher.

Von mir bekommen Sie eine neutrale Gegenüberstellung von Gas- Diesel- oder Strombetrieb und deren Vor- und Nachteile. Ich bin Ihnen behilflich bei der Auswahl von Herd, Kühlschrank, Heizung, Klimaanlage oder  Ihrer Solaranlage bzw. eines Wechselrichters. Ich erstelle Ihnen außerdem die kompletten Verschaltungsunterlagen als Unterstützung zum Einbau für Sie oder Ihren Elektrofachmann.



Hier ein Beispiel für eine Ausarbeitung zur Realisierung eines Ausbaus: 
Vorschlag zur Umsetzung der Anforderungen:
Die 24V Elektrik des Basisfahrzeuges wird original belassen und ist ausschließlich für den Betrieb der Chassis-Bordelektrik verantwortlich. Die in Reihe geschalteten 2x 180Ah Säure Batterien bleiben, die originale 24V Lichtmaschine bleibt, Trennrelais zum Entladungsschutz der Chassis-Startbatterie brauchen nicht vorgesehen werden. Fahrzeug- und Aufbau-Stromversorgung sind ja getrennt aufgebaut. 
Das Chassis bekommt eine zusätzliche 12V/150A Lichtmaschine mit Regler von ca. 14,6V (Kompensation des Leitungsverlustes) und versorgt damit nur die Aufbau-Elektrik. Die Aufbau-Elektrik- bzw. Elektronik wird auf preisgünstige 12V Standard-Komponenten ausgelegt. Damit kann auf teurere 24V Geräte oder eine teure 24V zu 12V Wandlertechnik mittels Step-Down Wandler verzichtet werden.

Achtung: Zuerst Batterien wählen, im Datenblatt nach Ladeschlussspannung schauen, 0,3V auf addieren, das Ergebnis ist die Lima/Limaregler Spannung.

Die Länge der Leitung zwischen Lichtmaschine und Koffer-Batterien beträgt ca. 3,5m. Bei einer 75% igen Belastung liefert die Lichtmaschine ca. 110A, dafür wird ein Leitungsquerschnitt von ca. 50 mm2 in flexibler Litzenausführung benötigt. Die Absicherung sollte über eine 100A Kfz-Sicherung erfolgen. Der Spannungsabfall auf dieser Leitungslänge beträgt ca. 0,27V.
Ein Victron Energie Quattro 12/3000, eine 12V120A Batterielade / 230V Wechselrichter mit Vorrangschaltung / 12/230V USV-Kombination sorgt für die 230V und 12V Aufbau-Versorgung.
Für den Aufbau werden 2x270Ah AGM-Batterien gewünscht. Ich würde hier allerdings 4x120Ah Blei/Calcium-Säure Batterien vorschlagen. Ladeschlussspannung (typabhängig) ca. 14,3V.
Grund dafür ist die einfachere Ersatzbeschaffung einer relativ normalen 120AhBatterie, die von MB, Ford, Chrysler etc. standardmäßig verwendet wird. Falls, wie vorgeschlagen, Nassbatterien verwendet werden, muss im Koffer eine Gasabführungsleitung durch den Boden ins Freie verlegt werden. 
Eine Notabschaltung der Batterien mit Notschalter (Natoknochen) oder ähnlichem ist aufgrund der Anzahl und des möglichen Gesamtstromes (Kontaktbelastung) problematisch. Ich habe deshalb in meiner Ausarbeitung darauf verzichtet. 

Im Schaltplan habe ich außerdem die Installation eines Victron-Batteriecomputers vorgesehen, da ich aus den Quatro-Unterlagen nicht entnehmen konnte, ob und in wie weit diese Funktionen dort abgedeckt werden. Bei einer Batt-Kapazität von ca. 500Ah ist dies sicherlich sinnvoll. 
Zur Unterstützung der Aufbau-Batterieladung ist eine Solaranlage mit 4x150Wp Panel und MPPT-Regler vorgesehen. Die einzelnen Panels haben 18-20V Ausgangsspannung. Je 2 Panels werden dann in Reihe geschaltet. Beide Gruppen werden mit "Rückflusssperrdioden" versehen um eine gegenseitige Beeinflussung bei Abschattung zu verhindern. Eine Gruppe wird mit einem Umschalter versehen und ggf. auf den Solarregler für die Ladung der Starterbatterien geschaltet.

Um beiden Ladeanforderungen gerecht zu werden zwei MPP-Solarregler vorgesehen, 1x mit 12V Ausgang für die Kofferbatterien und 1x 24V für die Chassisbatterien. Ich halte hier eine 12V/24V Batt.Sense-Automatik zwar nicht für sinnvoll, aber man liegt damit auf der "Victron-Linie" für die Stromversorgungskomponenten und hätte damit nur einen Ansprechpartner. Die Solaranlage wird direkt auf die Batterien aufgelegt, um im Falle einer Quatro-Störung die Batterien weiter laden zu können.
Achtung: Bei diesen "12/24V autom. Umschalt-Reglern" müssen zwingend zuerst die Batterieleitung und dann erst die Solarpanelleitungen angeschlossen werden.

Alle Komponenten werden in einen E-Technikschrank eingebaut. Zu Überprüfung/Fehlersuche habe ich im Schaltplan Messpunkte eingezeichnet, die im Schaltschrank als "Bananensteckerbuchsen" vorgesehen werden sollten.
Bei den eingehenden Solarleitungen und den Leitungen vom Motorraum sollte seitlich/unten/oben von den Plusleitungen je eine Kabelschlaufe herausragen, die man mit einem Zangenamperemeter umschließen und damit messen kann. 
Für den Anschluss der verschiedenen Massepunkte schlage ich den Einbau einer Masse-Sammelschiene vor. Das gleiche gilt für die Plus-Leitungen von Solar, Lichtmaschine, Victron Quattro, und Kühlschrank.

Die Sat-Antennenanlage sollte für einen guten Empfang mindestens einen 65 cm Spiegel haben. Damit die Antenne eingefahren wird, wenn das Wohnmobil fährt, wird der D+ Anschluss der Aufbau-Lichtmaschine zur Steuerung verwendet. Falls eine elektrisch ausfahrbare Treppe eingebaut wird gilt dies auch für die Treppe.

Für den TV-Anschluss werden TV/Sat Antennensteckdosen (Schraub & Steckbuchse) eingebaut. Die Antennenleitung muss zur Verteilung über einen Y-Verteiler geführt werden, der auf beiden Ausgängen einen Gleichspannungsbypass (LNB/Verstärker Versorgung) hat.
Achtung: die Gesamthöhe erhöht sich, abhängig vom Sat-Typ, um ca. 30cm

Die separate 150A Lima lädt die Batteriekapazität von ca. 500Ah nach ca. 4-5h Fahrbetrieb.
Die Solaranlage lädt diese Kapazität im Sommer nach ca. 20 Sonnenstunden. Damit ist je nach Jahreszeit ein autarker Betrieb von ca 3-5 Tagen in der Diesel/Stromausstattung  möglich

Der vorgesehene Honda-Generator (230V/2000W) sollte im Betrieb nicht in einem Unterbau-Staukasten betrieben werden. Die Geräuschentwicklung (ca. 85 dBA) kann nicht genügend gedämpft werden, ohne einen Wärmestau zu produzieren und den Abgaswiderstand (Schalldämpfer Auspuff) signifikant zu erhöhen.

Als Kühlschrank ist der Kissmann KB 195 Kompressorkühl/Gefrier Kombination vorgesehen. Leistung bei 12V ca. 240W über 24h, das entspricht ca 20Ah innerhalb 24h. Dieser Verbrauch erscheint mir allerdings marketingtechnisch geschönt zu sein, ich würde bei einer Kühl/Gefrierkombination eher 30Ah/24h erwarten.

Die Heizung ist eine Webasto Air Top EVO 5000 Diesel-Umluftheizung mit 5KW Heizleistung. Der Leistungsbedarf (im Boost Mode) beträgt 130W also 10A) im Durchschnitt ca 80-90W,

Die Warmwasserversorgung ist in die Heizung nicht integriert. Die Warmwasserbereitung erfolgt über einen Wärmetausch/1200W Elektroboiler. Der Typ ist unbekannt, wird aber nicht an denn WR angeschlossen sondern ist nur für Landstrom oder im Betrieb über Wärmetauscher vorgesehen.

 Als Herd wird der Webasto-Diesel-Kocher gewünscht. Der Anlaufstrom der Glühzündung beträgt 8A

 Mit diesem Grundkonzept kann man den Betrieb aller Komponenten mit selbsterzeugtem Strom und Diesel sicherstellen.

Es wäre zu überlegen, alle Kabelkanäle, Heizungsrohre, Frisch und Abwasserleitungen sowie die Diesel-Versorgungsleitungen in einem Funktionsdoppelboden zu führen. Damit wären der spätere Zugriff und ein gewisser Frostschutz erreicht.


Hier als Beispiel ein schaltungstechnisches Blockschaltbild für die obige Ausarbeitung:


 

oder hier ein Beispiel zum Thema Heizungsoptimierung.
Warmluftheizungen sind oft nicht optimal an die Wärmebedürfnisse der Nutzer ausgelegt, sondern orientieren sich an der "einfachen Installation" während der Herstellung. Oft ist es in den Heckbetten zu warm und hinter dem Fahrersitz zu kalt. Das kann man ändern!
Im folgenden Beispiel war es im Alkoven zu kalt und im Bad zu warm. Für das Bad mit einem Ausströmer ging ein kurzer Strang ohne Abzweig oder weitere Ausströmer. Zum Alkoven ging ein Strang mit über 8m Länge und drei dazwischen liegenden Ausströmern für den Wohnraum. Dadurch kam im Alkoven zu wenig Warmluft an. Die Heizung im Heck, dann über 8m Heizrohr inklusive Wohnraumausströmer, das schafft keine Umluftheizung!
Folgende Punkte wurden deshalb geändert:

  1. Der Heizstrang zum Alkoven wurde als durchgängiger Heizstrang ohne Ausströmer umverlegt.
  2. In den Heizstrang wurde ein TrumaVent-Gebläse eingebaut um den Luftstrom zu verstärken
  3. Bei dem im Alkoven verlegten Lochrohr wurde jede zweite Austrittsöffnung verschlossen.
  4. Die Heizung für Hecksitzgruppe und Dinette/Abwassertankheizung wurde auf zwei Stränge verteilt
  5. Der Bad-Heizstrang wurde über einen Y-Verteiler aufgeteilt und heizt zusätzlich den Stauraum

 

Das waren nur ein paar Beispiele für eine individuelle und gezielte Beratung.
Wir sprechen hier ja nicht über 5,50 Euro, bei einem Wohnmobil kommt doch etwas mehr zusammen. Damit Ihr Geld auch langfristig gut angelegt ist, lohnt es sich bestimmt vorher eine neutrale und aus Erfahrung geprägte Beratung einzuholen.
Sicherlich, eine gute und fundierte Beratung verursacht Kosten, aber über diese sollten wir reden wenn Sie konkrete Fragen und Anforderungen gestellt haben.

Rufen Sie an oder schreiben Sie eine Mail. Rufnummer oder Mailadresse finden Sie auf der Seite Impressum.

Billiger als ein Fehlkauf und besser als jahrelanges Ärgern ist eine Beratung in jedem Fall.

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