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Anregungen zu Verbesserungen, Einbauanleitungen

Vorwort
Hier habe ich einige hoffentlich hilfreiche Tipps zu An- und Umbauten eingestellt. Man kann ja so viel Selbermachen, oft genügt schon ein Bild oder eine kurze Dokumentation als Anregung.
Im Jahr 2000087/2 habe ich mein Wunschmobil geplant, im Juni 2008 war es fertig. So wie ich es wollte, aber Gott sei Dank nicht perfekt.

In der Praxis stellen sich immer Dinge heraus, die man verbessern kann und damit bin ich schon bei meinem Hobby:

Verbesserungen ausdenken, planen und dann ausführen bzw. einbauen.

Hier habe ich die durchgeführten Verbesserungen beschrieben und so weit wie möglich mit Bildern hinterlegt, so dass sie sich mit ein bisschen handwerklichem Geschick von jedem durchführen lassen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die das Leben verbessern oder die Nutzung erleichtern.

Zugang zu weitere Informationen, technischen Beschreibungen, Handbüchern, Bedienungsanleitungen etc. finden Sie auf meiner Seite der Linksammlung.
Noch mehr Tipps und Anleitungen zur Messtechnik, zu GfK-Reparaturen und auch zur Fehlersuche etc. finden Sie in meinem Buch "Do it yourself".

Stand 13.6.2018


 Inhaltsverzeichnis


Bohren und Schrauben

In einem Wohnmobil bedeutet das zuerst einmal Überwindung. Wenn man(n) (frau) allerdings ein paar Dinge weiß, geht es meist gut aus.

Zuerst sollte man seinen Aufbau kennen. Für alle Arbeiten an den Wänden muss man wissen ob es ein „Fachwerkaufbau“ (mit Lattengerüst) ist oder ob es sich um „Verbundwände“ (Compoundaufbau) handelt.
Bei Wänden/Decken mit Lattengerüst kann man den Lattenverlauf suchen und dort die Schrauben setzen. Die Latten laufen meist  unterhalb/oberhalb und jeweils seitlich der Fenster und Stauklappen.
Durch Abklopfen mit dem Fingerknöchel kann man seine Vermutungen bestätigen.

Bei Verbundwänden ohne Holzeinlage wird es schwieriger. Hier würde ich nie schrauben, den selbst bei Hartschaum hebt die Schraubenlösung nicht lange und die Innenplatte ist auch nur ca. 2-3 mm stark. Hier muss zuerst geklebt werden.
Allerdings hängt diese Möglichkeit stark von der Belastung und dem verarbeiteten Belag der Aufbauwand ab. Wenn man auf eine Kunststoffkaschierung oder Stofftapete klebt hängt die Festigkeit natürlich auch von deren Klebung ab.

Um eine Bohrung in die Aufbauwand zu umgehen, klebt man zuerst ein entsprechend dickes Sperrholzbrett oder eine Leiste mit Sikaflex an die Wand und schraubt dann später in die aufgeklebte Platte.

Beim Befestigen/Schrauben in Möbel oder Staukästen sollte man die relativ dünnen Holzwände (Wabenverbundwände) von hinten mit einer entsprechenden Sperrholzplatte bzw. Leiste verstärken. Die Verstärkung braucht nur mit einer Klebung leicht fixiert werden, die Schrauben werden dann durchgeschraubt. Hier kann man auch gut mit normalen Gewindeschrauben und Einschlagmuttern arbeiten.

Beim Kleben ist es enorm wichtig, dass die geklebten Platten/Leisten während der Abbindezeit des Klebers fest angepresst werden.


Dichten und Kleben

Dichten und Kleben sind im Laufe eines Wohnmobil-Lebens zwei wichtige Tätigkeiten, auch dazu also eine kurze Information. Alle Stellen im Außenbereich (Dachluken, Fenster, nachträglich eingebaute Wassersteckdosen), an denen Nässe durch die Außenhaut eindringen könnte müssen abgedichtet werden. Dazu gibt es Dichtmittel auf Butylbasis wie z.B. Dekalseal oder SikaLastomer, die in Kartuschen geliefert und halbflüssig aufgetragen werden. Mit diesen Mittel werden geschraubte Teil nur abgedichtet, sie sind zum Kleben nicht geeignet.
Mit diesen Mitteln werden geschraubte, d.h. wieder entfernbare, Teile abgedichtet. Die Dichtmasse bleibt auf Jahre hinaus halbelastisch, ist UV-beständig, überlackierbar, chemieresistent, hat keine Weichmacher und dichtet damit auch bei mechanischen oder thermischen Bewegungen hervorragend ab. Für leichtere (aber unter Umständen nicht ganz so gute) Abdichtungsarbeiten an Umlaufleisten oder Fensterrahmen gibt es auf gleicher Basis auch Dichtbänder (Dekaplast) verschiedener Breiten oder Runddichtband als Meterware.
Sind die Kartuschen schon etwas älter und der Inhalt nicht mehr so dünnflüssig kann man sie ein paar Stunden ins warme Wasserbad legen, dann lassen sich auch wieder in Billig-Pressen verwenden.

Möchte und kann man auf eine Verschraubung verzichten (keine Löcher in der Außenhaut) muss man Kleben. Die Klebemittel heißen SikaFlex oder MS 2 von Dekalin Für die Verklebung von Alublech auf das Skelett verwenden Sie am Besten Ruderer-Caravankleber, er bindet mit der Luftfeuchte ab und beinhaltet keine Styroporfeindlichen Lösungsmittel.. Auch diese werden in Kartuschen geliefert und halbflüssig aufgetragen. Danach härten sie aber aus und bilden eine sehr belastbare Klebung. Die Zugfestigkeit liegt, je nach Produkt, zwischen 18 – 40kg/cm2 (bei 40 kg/cm2 = 4000 kg bei 10x10 cm Klebefläche). Diese Kleber sind z.T. UV-beständig und lackierbar.

  • Beim Dichten gibt es ein paar Punkte zu beachten:
    1.     
    Die Montagefläche muss großflächig gereinigt werden.Dekorfolie oder abblätternder Lack werden entfernt. Auf guten Lack kann bedenkenlos Dichtmasse auftragen.
    2.     
    Die Klebeflächen müssen fett- und wachsfrei sein (Isopropanol (IPA),auch Isopropylalkohol genannt oder Aceton). Bremsenreiniger sollte dabei tabu sein.
    3.     
    Die Dichtmasse als Raupe an der Innenkante zum Aus-schnitt und am Übergang zur Dach/Wandfläche auftragen, die Höhe sollte bei 3 bis 4 mm liegen.
    4.     
    Danach werden die Befestigungsschrauben handfest und über Kreuz angezogen. Die am Übergang herausquellende Dichtmasse wird abgetupft.
    5.     
    Nach 8-12 Stunden Abbindezeit werden die Schrauben entgültig angezogen.

Achtung: Im Außenbereich sind Dichtmittel auf Silikonbasis absolut tabu. Silikon ist nicht UV-beständig, trocknet und ist damit nicht mehr thermoelastisch.
Im Innenbereich (Bad, Toilette, Küche) kann man mit Silikon abdichten. 

  • Beim Kleben sind die hier aufgeführten Punkte enorm wichtig, sie möchten ja Ihr Solarpanel oder Ihre Sat-Antenne nicht im Rückspiegel davonsegeln sehen:
    1.     
    Die zu klebenden Flächen und der Kleber sollten Raum-temperatur haben (18 bis 25°C). Herbst- und Winterarbeiten sind somit nur ineiner beheizten Halle möglich.
    2.     
    Kunststoffteile sollte man mit feinem Papier anschleifen.
    3.     
    Die Montagefläche muss großflächig gereinigt werden. Dekorfolie oder abblätternder Lack werden entfernt. Auf guten Lack kann bedenkenlos geklebt werden.
    4.     
    Die Klebeflächen müssen fett- und wachsfrei sein (Isopropanol (IPA), auch Isopropylalkohol genannt oder Aceton). Mittel wie Bremsenreiniger sollten dabei tabu sein.
    5.     
    Um eine bessere Adhäsion zwischen Klebefläche und Kleber zu bekommen kann man mit einem Aktivator vorbehandeln.
    6.     
    Einen "Voranstrich" mit Primer ist nur bei PU-Klebern not-wendig. Wichtig dabei ist aber, dass der Primer auf Kleber und Oberfläche abgestimmt ist. Einfach nur etwas nehmen was andere auch benutzt haben ist relativ sinnlos. Der Primer muss kurze Zeit (30 Min) ablüften können.
    7.     
    Den Kleber nicht flächig, sondern punktförmig oder in Schlangenlinien auftragen, die Kleberhöhe sollte bei 1 bis 2 mm liegen. Die Raupen sollten auch Luft in die Mitte der Klebefläche durchlassen. Bei ganzflächiger Verklebung müssen Sie eine Zahnspachtel benutzen, die Abbindezeit ist dabei länger.
    8.     
    Die geklebten Gegenstände müssen während der Abbindezeit des Klebers fixiert werden. Ein Anpressdruck ist dabei nicht notwendig. Die Abbindezeit muss eingehalten werden und liegt meist bei 24-48 Stunden.

Eine weitere Möglichkeit zum Abdichten ist selbstverschweißendes Vulkanisierband. Es vulkanisiert sich durch Dehnung. Es hat ausgezeichnete physische und elektrische Eigenschaften bei hohem Stabilitätsgrad und ist auch für elektrische Isolierungen geeignet. Im Wohnmobilbau wird es oft eingesetzt für die Abdichtung des Überganges zwischen Fahrerhaus und Alkoven. Das Band gibt es in verschiedenen Breiten. 


Blinkende LED als Pseudoalarmanlage

Man kann mit einfachen Mitteln das Vorhandensein einer Alarmanlage vortäuschen. Der erste Schritt sind zwei Aufkleber auf die jeweiligen Seitenscheiben, der zweite Schritt ist der Einbau einer blinkenden Leuchtdiode ins Armaturenbrett.

Plus wird am besten an einen Anschluss gelegt, der nur im Stand Spannung führt und während der Fahrt abgeschaltet ist. Oder aber man nutzt eine Leitung, die nur im Stand gegen Masse geschaltet wird. Bei den meisten Chassis eignet sich dafür die Leitung vom Handbremskontrollschalter.
Der Einbau geschieht am besten in einem Blindeinsatz für einen nicht vorhandenen Schalter, hier kann man wenig kaputtmachen und alles jederzeit wieder rückgängig machen. Die Teile sind Cent-Artikel und z.B. bei jedem Elektronikladen erhältlich. 


Alarmanlage mit Panikalarm im Selbstbau

Ich spreche hier nicht von einer komplizierten Alarmanlage mit Wegfahrsperre und Fahrzeugortung, sondern von einer ganz einfachen Alarmanlage mit der man(n)/Frau vom Bett aus gewaltigen Lärm erzeugen kann, um zu zeigen, dass man da ist. Der Einbau eines „Panik-Alarmgerätes“ beruhigt alle Schläfer ungemein. Außerdem bleibt die Funktion des Rauchmelders bestehen, was zusätzliche Sicherheit bedeutet.
Dazu nehmen Sie einen batteriebetriebenen Rauchmelder (z.B. Conrad 751291-62) und löten parallel zum Testschalter des Gerätes einen Taster (z.B. Conrad 701191-62) mit entsprechend langer Leitung.
Den Rauchmelder installieren Sie im Eingangsbereich unter dem Dach. Den Taster legen Sie mit einer „fliegende Verkabelung“ zwischen Matratze und Wand, da ist meist genügend Platz zum Zugreifen.
Sie können auch jederzeit zwei Taster für verschiedene Betten parallel schalten oder über Reedkontakte Fenster- und Türmelder anschließen. Damit haben Sie dann einen Rauchmelder mit Panikauslösung und Einbruchsmeldung. Bei Batteriebetrieb sollten Sie die Batterie in Standzeiten herausnehmen.
Sie können auch die 9V-Batterie durch einen 12V-Anschluss an das Bordnetz ersetzen. Es geht dabei nichts kaputt, es wird nur ein wenig lauter, original beträgt der Schalldruck ca. 85 dB. Achten Sie aber darauf, dass Sie beim Bordnetzanschluss eine Leitung wählen, die in der Winterpause abgeschaltet ist. Die Einzelteile bekommen Sie für unter 30 € aus dem Elektonikshop.


Einfache Windsicherung für Aufbautüre

Oft möchte man die Aufbautüre offen halten, aber die handelsüblichen Klemmblöcke sind oft zu schwach um eine richtige Böe auszuhalten. Auch die einrastbaren hydraulischen Dämpferfedern hindern die Tür nicht am Zuschlagen, wenn der Wind hinter das Türblatt fassen kann.
Ich habe mir deshalb aus leidvoller Erfahrung eine ganz einfache „Windsicherung“ gebaut. Wichtig ist daran eigentlich nur, dass man sie auch benutzt.

Ich habe einen Klemmblock, erhältlich in jedem Segelladen, an den unteren Teil der Türverriegelung geschraubt. Hier finden die Schrauben einen guten Halt und alles ist rückbaubar.
Der Rest ist einfach: Eine genügend lange Reepschnur (Segel oder Camp- Laden) und eine „Gummischnur“, auch aus dem Segelladen werden miteinander verknüpft.
Die Gummischlinge wird bei geöffneter Aufbautür am Türöffner (Ford Transit) eingehängt und dann gespannt und im Klemmblock fixiert.
Jetzt knallt keine Tür mehr zu und mein Kreuz ist wieder schmerzfrei.
Noch ein kleiner Tipp: Die Tür beim Öffnen und beim Schließen immer fest mit der Hand halten!!


Einbau eines Haltegriffs auf der Beifahrerseite

Leider ist auf der Beifahrerseite meines Alkoven-Wohnmobils auf der Basis Ford Transit kein Haltegriff für den Beifahrer. Auf kurvigen Bergstraßen ist das manchmal unangenehm.

Ich habe deshalb im Wohnwagenzubehörshop einen grauen „Rangier - Haltegriff“ erstanden und diesen direkt im Alkovenunterboden mit entsprechend starken Spax-Schrauben befestigt.

Der neue Haltegriff befindet sich ca. 10cm über Kopfhöhe und ist in angenehmer Haltehöhe.

 


Einbau einer Alu-Gastankflasche

Um der Tauschproblematik von Gasflaschen im Ausland zu entgehen ist der Einbau einer Gastankflasche eine Alternative. Um dabei noch Gewicht einzusparen ist der Einsatz einer Alutankflasche sinnvoll. Da man die Tankflasche an LPG-Tankstellen immer auffüllen kann, ist es auch nicht notwendig im Sommer bei längerem Urlaub zwei Tauschflaschen mit sich zu führen. Damit kann man durch nur eine Flasche ca. 28kg an Gewicht einsparen. Der Gaspreis von LPG ist mit dem Preis einer Füllung für die Tauschflasche vergleichbar.
Einen Wermutstropfen hat die Sache allerdings: In Deutschland, Frankreich und Italien wird das Selbstbetanken von Tankflaschen zu Heiz- und Kochzwecken an Tankstellen oft kritisch gesehen, bzw. von den Tankstellenbetreibern verboten. Ist die Tankflasche allerdings mit einem „Außenbetankungsanschluss“ versehen, dürfen sie auch von „nicht qualifiziertem Personal“, sprich Womo-Fahrer, betankt werden. Ich hatte aber bisher damit keine Probleme.

Ich habe mich für eine Gastankflasche von ALUGAS entschieden, Fassungsvermögen 11kg, ausgestattet mit Füllstop-Ventil bei 80% Füllung, Schwappschutz und Füllstandsindikator. Wichtig ist, dass der Tankflasche eine Konformitätserklärung des Herstellers beiliegt, auf der Typ, Herstellung, DIN EN Grundlage der Prüfung und die Serien Nr. der Flasche vermerkt ist.

Aber nun zum Einbau:
Die Tankflasche muss senkrecht und fest installiert werden. Ich habe deshalb den Schutz- und Transportkragen abgenommen um an den Befestigungsflanschen einen Haltebügel anschrauben zu können. Den Bügel habe ich aus einer 30mm breiten Aluleiste gebogen. Damit ich den Bügel sicher an der linken und hinteren Seitenwand des Gasflaschenkastens befestigen kann habe ich 10mm Sperrholzplatten auf die Wände aufgeklebt. Zum Kleben verwendet man am Besten Holzleim oder Sikaflex. In dieser Wandverstärkung habe ich dann den mehrfach gebogenen Aluwinkel verschraubt. Die Flansche der Kragenbefestigung habe ich mit dem Befestigungswinkel verschraubt. Als zusätzliche Fixierung habe ich die alte Flaschenhalterung belassen. Der Kunststoffring passt, wenn man ihn ein wenig verformt, über die Tankflaschenventile.
Vor dem Einbau sollten Sie im Freien das Gasflaschenventil öffnen. Es könnte sein, dass von der Druckprüfung noch Druckluftreste in der Flasche sind, die das spätere Befüllen behindern.

Der Befüllungsstutzen sollte sauber hinter der Gasflaschenkastentür verschwinden. Aus einer 4mm starken PVC-Platte habe ich eine Montageplatte für den Betankungsstutzen ausgesägt, Damit die Montageplatte flächig an Wand und Türrahmen aufliegt, habe ich die Wandfläche hinter dem Rahmen mit 4mm Sperrholz unterfüttert. Die Gassteckdosen-platte habe ich dann von hinten in den Türrahmen und die Skelettleisten des Wandaufbaus geschraubt.

Zum Schluss musste ich nur noch die Betankungsdose in den Montagerahmen schrauben und den mitgelieferten Hochdruckschlauch an Dose und Tankflasche anschließen. Der Befüllungsschlauch muss bei der Montage kräftig angezogen werden.

Das Betanken ist recht einfach. Zuerst sollte man das Entnahmeventil schließen um die CS/SeccuMotion- Reglereinheit vor eindringendem Flüssiggas zu schützen. Dann den passenden Adapter in die Betankungsdose schrauben, die Zapfpistole aufschrauben, den Durchflussfeststeller einrasten und auf den Startknopf der Zapfsäule drücken. Dieser Startknopf muss während der Betankung gedrückt gehalten werden. Dann wird die Tankflasche ordnungsgemäß zu 80% gefüllt. Jetzt muss nur noch das Entnahmeventil der Flasche aufgedreht werden, die SeccuMotion angeschlossen und freigegeben werden und die Versorgung kann aus der Tankflasche erfolgen. Zur Sicherheit sollte man das System mit Lecksuchspray noch auf Dichtheit prüfen.
Durch den, noch in der Flasche befindlichen, Luftanteil kann es mit dem Anzünderfolg ein wenig dauern weil zuerst die Restluft in die Leitungen strömt.

Achtung: Wer sich bei handwerklichen Arbeiten und Arbeiten an der Gasanlage nicht sicher fühlt sollte diesen Einbau von einem Fachmann durchführen lassen.

Ich definiere meine Tankflasche  als eine "kippsicher eingebaute Gasflasche mit Befüllanschluss", die von ausgebildetem Personen betankt werden darf. Diese kann  als solche in der gelben Prüfbescheinigung der Gasanlage eingetragen werden. Dafür muss die oben eingestanzte Seriennummer lesbar sein und mit der Konformitätserklärung des Herstellers übereinstimmen. Ist die Serien Nr. der Flasche (je nach Einbaulage) nicht mehr lesbar, so ist es hilfreich, für den Nachtrag ein Foto der SN beizulegen.

Achtung: Anfang 2014 wurden einige Dinge in der Zulassung zum Einbau von Gastankflaschen geändert, unter anderem:

Die Befestigung am Fahrzeug muss 20g in Längs- und 8g Beschleunigungs/Bremskräfte in Querrichtung aushalten. Eventuell muss darüber eine Bescheinigung vom TÜV/Einbauer vorgelegt werden.

Der Anschluss an das Druckminderventil muss per Rohr erfolgen.

Hier folgt der Kommentar eines Wohnmobilfahrers nach erfolgter HU bei einer Prüforganisation:
Es ist laut TÜV-Prüfer kein Eintrag notwendig, da keine verkehrstechnische Änderung am Fahrzeug vorgenommen wurde. Die Gasflaschen bzw. Tanks sind Bestandteil des Wohnmobils und müssen in Bezug auf die Gasanlage abgenommen und eingetragen werden. Dies geschieht in dem gelben Prüfbescheinigungsheft. Zusätzlich sind eine Einbaubescheinigung mit Stempel und Unterschrift, die TÜV-Zertifikate und die Prüfbescheinigungen mitzuführen und ggf. vorzulegen.

Eine weitere Auffassung bzw. Zusammenfassung zu diesem Thema:
Die Gastankflasche darf nicht fest verrohrt werden, weil sonst wird die zum Tank mit allen Konsequenzen (20/8g Befestigungsstabilität), darf aber vom Wohnmobil User mit Heizgas betankt werden sofern ein Außenbetankungsanschluss vorhanden ist.
Bleibt sie eine Flasche (nur Spanngurte, ohne Werkzeug entnehmbar), darf sie nicht im Auto betankt werden, auch nicht an der Autogastankstelle (Autogas) vor dem Auto stehend sondern nur von Fachpersonal an einer Füllstation (genau wie jede Tauschflasche).

Aus diesen Kommentaren kann man entnehmen, dass eine HU bei TÜV/KÜS/Dekra je nach Wissenstand des Prüfers mit einem unerwarteten Ergebnis enden kann. Deshalb hier eine mögliche Vorgehensweise für alle, die eine Gastankflasche eingebaut haben.
1. Lassen Sie die originalen Spanngurten der vorherigen Tauschflasche installiert und legen Sie diese auch um die  fest installierte Gastankflasche!
2. Bauen Sie zum Gasprüfungstermin zusätzlich zur Tankflasche auch wieder eine Tauschflasche ein.
3. Schließen Sie die Tauschflasche an und erklären Sie diese zur Hauptflasche falls Sie eine Duomatik benutzen.
4. Gehen Sie vor dem HU-Termin zur Gasprüfung bei einen Heizungsinstallateur oder einem DVGW-Sachverständigen. Lassen Sie eine Gasprüfung durchführen und mit Plakette und im gelben Gasprüfbuch dokumentieren. Sperren Sie die Verbraucher, drehen Sie die Gasflaschen zu und schließen Sie den Gasflaschenkasten wieder ab.
7. Gehen Sie danach zum TÜV/KÜS/Dekra zur Hauptuntersuchung und weisen auf die bereits erfolgreich durchgeführte Gasprüfung hin.
8. Der TÜV/KÜS/Dekra Prüfer hat nun keinen Grund sich erneut mit der Gasanlage zu beschäftigen und wird daher gar nicht auf den Gedanken kommen, die Befestigung der fest installierten Gastankflasche zu kontrollieren.
9.Nach der Gasprüfung durch den DVGW/Gasinstallateur, der AU am Abgasrohr und der techn. Überprüfung des Fahrzeugchassis durch den TÜV/KÜS/Dekra erhalten Sie die Plakette der hoffentlich bestandenen HU.

 


Einbau einer Heizung für die LPG-Tankflasche oder für einen Abwassertank

Egal ob Tankflasche oder Abwassertank, sinkt die Temperatur an der Gasflasche wird das Flüssiggas Butan/LPG schwerer gasförmig oder das Abwasser wird zum Feststoff. Beides wollen wir eigentlich verhindern.

Zuerst das Thema Gastankflasche:
Der Sinn der LPG-Tankflasche soll ja sein, auch im Winter immer genügend Gas zum Heizen zu haben. Allerdings ist LPG-Autogas längst nicht so kältesicher wie Heizgas. LPG-Autogas ist eine Mischung von max. 60% Propan mit 40% Butan. Ab ca. 0°C stellt sich ein unangenehmer Effekt ein, der Propananteil vergast noch und wird entnommen, der Butananteil vergast nicht mehr und bleibt als Flüssiggas in der Tankflasche.

Abhilfe schafft hier nur, die Flaschentemperatur auf ca. +5°C - +8°C anzuheben. Damit vergast auch der Butananteil und erreicht einen Dampfdruck von ca. 1,2bar. Dieser genügt um Heizung und andere Verbraucher zu versorgen.
Mit einem „Frostwächter“ kann man die Temperatur überwachen und damit ab ca. +5°C elektrische Heizfolien aktivieren um die Tankflasche zu erwärmen.

Ich habe mir deshalb bei Conrad folgende Teile besorgt:

2x Heizfolie 12V 15W, Best. Nr. 189230
1x Temperaturschalter Bausatz, Best.Nr. 194883
1x Sicherungshalter mit Sicherung 5A
1m Wellrohr, 15mm und aus dem Autozubehörhandel
1x alubeschichtete Scheibenabdeckung, 90cm x 30cm
2x Klettverschluß


Achtung: Alle Kabelverbindungen im Gasflaschenkasten müssen vergossen und isoliert sein.  Verbindungen mit Quetschsteckern oder Lüsterklemmen sind tabu. Nur Lötverbindungen, die danach mit Heißkleber vergossen und Schrumpfschlauch isoliert wurden sind sicher. Relais, Schalter oder elektronische Komponenten müssen außerhalb des Gasflaschenkastens installiert werden. Alle Leitungsdurchführungen in oder aus dem Gasflaschenkasten müssen gasdicht verschlossen werden!

Den Bausatz des Temperaturschalters habe ich in leicht modifizierter Schaltung zusammengebaut und nach beiliegender Anleitung getestet und auf ca. +5°C Einschalttemperatur justiert. Die Modifizierung besteht im Vertauschen der Pins 2 & 3 des Operationsverstärkers. Dazu habe ich die beiden Pins vor dem Eindrücken des Ops in die Fassung hochgebogen. Danach habe ich vorsichtig zwei Drähte an die weg stehenden Beinchen gelötet und diese vertauscht mit den entsprechenden Anschlüssen auf der Platine verlötet.

Der Bausatz ist eigentlich für eine Lüftersteuerung gedacht und nicht für einen Frostwächter. Sie arbeitet also genau gegensätzlich. Deshalb müssen entweder die beiden Eingänge getauscht werden oder der mitgelieferte PTC-Fühler muss gegen einen „NTC-Fühler“ getauscht werden.
Die Schaltung hat einen Ruhestrom von 4mA und ist bis zum Erreichen der Frostgrenze inaktiv.

Zur Montage der Heizung, des Temperaturfühlers und der Isolierung habe ich die Tankflasche ausgebaut.
Danach habe ich die Heizfolie mit ihrer Klebefläche auf die Tankflasche aufgeklebt (beide Kabelanschlüsse zur gleichen Seite), die Anschlüsse parallel geschaltet und mit der zum Relais der Schaltung gehenden Leitung verlötet. Die Verbindung wurde mit Heißkleber vergossen und mit Schrumpfschlauch isoliert.
Auf die Alufläche in der Mitte zwischen den Heizfolien habe ich den PTC-Temperaturfühler angeklebt.
Damit die Heizleistung nicht im Gasflaschenkasten verloren geht, habe ich die Tankflasche mit einem alubeschichteten Auto-Scheibenschutz umwickelt. Damit diese auch mal entfernt werden kann hat diese an beiden Enden zwei Klettverschlüsse.
Die Fühlerleitung und die Heizfolienleitung habe ich zum Schutz in einem Wellrohr verlegt.

Die Elektronikschaltung ist außerhalb des Gaskastens montiert, Wellrohr und die Bohrung in den darüberliegenden Kleiderschrank habe ich gasdicht mit Dekalin verschlossen.
Zur Elektronik hin habe ich eine Lüsterklemme gesetzt um Heizfolie und Fühler von der Elektronik trennen zu können. Durch die Modifikation (Tausch der Eingänge des Ops) der Schaltung kann ich den PTC-Widerstand an der Lüsterklemme kurzschließen, der Frostwächter kann dann zu Testzwecken sofort aktiviert werden.

Die Leuchtdiode des Reglers habe ich ins Controlpanel verlegt. So kann ich am Panel sehen, ob die Heizung eingeschaltet hat. Die 12V Versorgung des Reglers und der Heizfolien ist über eine 5A Sicherung an einem geschalteten Ausgang des Ladegerätes angeschlossen.

Nach meiner Berechnung benötigt die Heizung ca. 57Wh (oder 4,2Ah) um eine volle Alugastankflasche mit 11kg Inhalt innerhalb 1 Stunde von ca. +5°C auf ca. +8°C zu erwärmen. (Der Einfachheit halber habe ich für die 17kg Masse von Flasche und Gas den gleichen Wert wie bei Wasser angesetzt.)

PS: Diese Regelung kann man auch mitbenutzen, um bei der thermomechanischen neuen Truma Frost Control das Heizelement temperaturabhängig einzuschalten und damit auch bei niedrigeren Temperaturen eine Erstbefüllung des Boilers zu ermöglichen.
Der Stromverbrauch des Truma Heizelementes liegt bei 0,4A.

Das Thema "Heizung Abwassertank" ist prinzipiell dasselbe. Allerdings wird mehr Heizfolie benötigt und damit natürlich auch mehr Strom. Auch hier sollte der Tank nicht nur beheizt werden sondern auch gegen Auskühlung mit einer zusätzlichen Isolierung geschützt werden. Diese muss aber wasserfest sein und Umwelteinflüssen standhalten können.
Zuerst werden die Heizfolien aufgeklebt und parallel verschaltet. Der Temperaturfühler wird auf einer freien Tankoberfläche montiert und über Tank, Heizfolien und Temperaturfühler wird dann die Isolierung aus Styrodur, Styrofoam, XPS oder X-trem Isolator aufgeklebt. Achten Sie aber bitte beim Anbringen der Isolierung darauf, dass die Revisionsöffnung weiterhin bedienbar bleibt! Schneiden Sie die Styrofoamplatte an dieser Stelle aus und verkleben Sie die Isolierung nicht auf dem Deckel sondern passen sie ihnn nur sauber ein. Anschließend wird die ganze Isolierung mit Unterbodenschutz deckend eingesprüht. Die Kabel werden in einem Wellrohr geführt und in den Aufbau verlegt. Die Schaltung für die Frostschutzregelung wird an einem geeigneten Platz im Aufbau montiert.


Abdichtung des Motorraums beim Fiat Ducato X250/251 

Das ist in meinen Augen ein überaus wichtiges Thema für alle Ducato X250 Besitzer, deren Wohnmobil im Freien überwintert. Die Problematik von in den Motorraum eindringenden Wassers hängt zwar z.T. von der Neigung des parkenden Fahrzeuges und der Länge des Alkovenüberbau ab. Tatsache aber ist, Regen- und Tauwasser dringt in den Motorraum ein, kann nicht sauber abfließen, gefriert und blockiert u.U. den Zahnriemen. Weitere Folgen sind rostenden Sitze von Glühkerzen, Einspritzventilen und Scheibenwischerwellen.
Hier ein Link zu einem eindrucksvollen Video.  https://www.youtube.com/watch?v=8vOGJTTTlLw 

Die Behebung hier zu beschreiben ist mir selbst nicht möglich, mir fehlen hier die eigene Erfahrung und erklärende Bilder. Im Internet gibt es unter "X250 Wassereinbruch im Motorraum" ber viele Beiträge dazu. Unter anderem einen bebilderten Download mit einer Beschreibung was dagegen zu tun ist:       
http://www.womoblog.ch/Unser_Wohnmobil/Aus-_und_Umbauten/Wasserproblem_Motor/

Von Fiat selbst gab es dazu in der Vergangenheit mehr oder minder erfolgreiche Serviceaktionen.
 

Einbau einer Zusatzluftfederung

Am Fahrkomfort des zwillingsbereiften Hecktrieblers war eigentlich nichts auszusetzen, aber durch den Anbau eines durchgängigen Staukastens unterhalb des Aufbaus am Heck ist die Bodenfreiheit hinten erheblich reduziert. Bei Fährrampen und kleinen Böschungen war der Abstand zum Boden doch etwas knapp.

Deshalb habe ich mich für den Einbau einer zweikreisigen Zusatzluftfederung entschlossen. Den Einbau habe ich durch eine Fachfirma ausführen lassen. Hat man von Kfz-Technik eine Ahnung und das nötige Werkzeug, kann man den Einbau auch selbst vornehmen. Man braucht allerdings zumindest eine Abschmiergrube und die habe ich definitiv nicht (was ich manchmal sehr bedaure).

Ich habe mich für einen Einbau durch die Fa. Goldschmitt entschieden, die in meiner Nähe liegt, habe einen Termin vereinbart und bin morgens um 9 Uhr dort erschienen. Mein Fahrzeug wurde über eine Montagegrube gefahren und dann ging's los.

Zuerst wurde der Winkel, an dem der rechte Bremsschlauch befestigt ist, abgesägt, um Platz für die Befestigung des Luftbalges zu schaffen.

Danach wurden die serienmäßigen Damper ausgebaut.

 

Parallel zu diesen Arbeiten wurden die Strom- und Druckleitungen gelegt.

 

 





 


Nachdem der im Weg stehende Winkel abgeflext wurde und beide Damper ausgebaut waren, wurden die Halterungen für die Luftbälge montiert und die beiden Luftbälge eingesetzt.

 

 

Jetzt wurden der Kompressor und die Druckluftverteiler für die beiden Druckkreise installiert. Der Kompressor sitzt hochkant am linken Seitenrahmen direkt zwischen Tank und Dieselrückführungskühler. Die Druckleitungen laufen einmal nach vorn zum Bedienpanel und nach hinten zu den beiden Luftbälgen.

 

Zusätzlich wurde an der Fahrzeugschürze ein „Notbefüllungsventil“ eingebaut, mit dessen Hilfe die Luftbälge bei Ausfall des Kompressors auch an der Tankstelle oder mit einer Luftpumpe auf den notwendigen Druck bzw. Höhe gebracht werden können.

Zum Schluss wurde das Bedienpanel montiert. Als Platz dafür muss beim Ford Transit der linke Flaschenhalter „geopfert“ werden. 

Mit dem Wippschalter wird der Kompressor eingeschaltet und der nötige Druck aufgebaut (bis max. 7 Bar). Damit wird das Heck um ca. 6-7cm angehoben. Der beste Betriebsdruck für die Gesäßschonung liegt bei ca. 2 Bar.

Mit den Drucktastenventilen kann man den Druck links oder rechts absenken, um das Bodenniveau oder eventuelle seitenlastige Beladungszustände auszugleichen. 

Nach ca. 3 Stunden waren alle Arbeiten erledigt.

Der Einbau der Anlage hat sich inzwischen bei zwei Fährrampen und einigen wilden Stellplätzen bewährt. Eine Anschaffung, die sich gelohnt hat.

Dem Einbau wird eine ABE und eine TÜV-Abnahme beigelegt. Den Einbau sollte man vor der nächsten HU in den Kfz-Papieren eintragen lassen. Manche HU-Prüfer reagieren verschnupft ob der fehlenden Eintragung!
Ich möchte mich auf diesem Wege auch bei der Fa. Goldschmitt bedanken, die meine Fragen und Dokumentationswut lächelnd ertragen hat. 


Austausch des serienmässigen Fahrersitzes gegen einen Komfortsitz

Im Ford Transit ist serienmässig ein "Pilotensitz" eingebaut, der von durchnittlicher Qualität ist und relativ wenig Seitenführung besitzt. Nach stark neun Jahren war es meiner Ansicht nach Zeit, diesen Sitz gegen ein besseres Modell zu tauschen. Dies ist allerdings nicht so einfach. Ford selbst hat keine Lösung. Andere Sitzhersteller haben ganz gute Sitze, aber die passen nicht eins zu eins auf den montierten Drehteller. Der Originalsitz ist vom Aufbau her relativ hoch und kommt beim Drehen mit der Handbremse in Konflikt. Nur wenn man den Sitz ganz nach vorne schiebt, läßt er sich drehen!
All dies sollte natürlich mit einem Tausch des Sitzes behoben werden.
Fast alle Komfort- bzw. Sportsitze sind im Sitzaufbau niedriger als die Seriensitze. Aus diesem Grund muss der Drehteller, der eigentlich direkt auf der Sitzkonsole montiert ist, höher gesetzt werden. Die eigentliche Sitzhöhe für den Fahrer, also für meine Frau und mich, muss aber beibehalten werden. Auch die zwei Gurtbefestigungen am Sitz müssen geändert werden. Da dies ein sicherheitsrelevanter Umbau am Fahrzeug ist, muss dieser Umbau vom TÜV abgenommen und in die Kfz-Papiere eingetragen werden!
Zuerst einmal habe ich im Internet nach Sitzen gesucht, die meiner Frau und mir in Form, Ausstattung, Bezugsmuster und Farbe gefallen könnten. Die vier großen Hersteller für Autositze heißen:  Aguti, Grammer, ISRI, König und Recaro. Aber alle liefern keine Umrüstkits für eine Ford-Sitzkonsole.
Ich habe mir einen Sitz der Fa. König ausgesucht. Den König Komfortsitz K310 S4 mit 4-Wege Lordosenstütze und Armlehnen. Er entsprach meinen Vorstellungen und kam mit dem Bezug auf Muster und Farbe dem Beifahrersitz am nächsten. Nun brauchte ich noch einen Sitzlieferanten in meiner Umgebung, den ich mit der Fa. Unglert Sitztechnik gefunden habe.
Herr Unglert war sogar bereit an meinen Wohnort zu kommen, damit ich auf einem Sitz "probesitzen" konnte. Dabei wurde schon mal gemessen und beschlossen, die Sitzteillänge gegenüber dem Seriensitz um 4 cm zu verlängern. Ich habe eigentlich nicht so lange Beine, aber der Originalsitz war schlicht zu kurz. Auch einer der Gründe für einen Tausch.
Zum Einbau und zur Konstruktion des "Umrüstkits der Sitzbefestigung" empfahl mir Hr. Unglert die Fa. MobiTEC in Berkheim, u.a. ein Umrüster für Behindertenfahrzeuge.
Im Februar war es soweit, um 7.30 Uhr sollte ich das Fahrzeug abgeben. Während des Umbaus durfte ich dabei bleiben und die Arbeitsschritte fotografisch dokumentieren.

Zuerst wurde nochmals die Höhe meiner Sitzposition gemessen, dann der Sitz vom Drehteller gelöst.
Dann wurde der Drehteller von der Sitzkonsole gelöst. Auf die obere Drehplatte wurden zwei Flacheisen montiert. In diese wurden später die Bohrungen und Gewindeaufnahmen für die Befestigung der Sitzlaufschienen angebracht.

Der modifizierte Drehteller und der neue Sitz mit Laufschienen wurde auf die Sitzkonsole gestellt und die jetzige Sitzhöhe wurde gemessen. Die Differenz zwischen alt und neu musste jetzt mit einer Anpassung zwischen Sitzkonsole und Drehteller ausgeglichen werden. Dazu wurden zwei Vierkantrohre mit Hohlprofil und einer Seitenhöhe von 6 cm zurechtgesägt und mit jeweils drei Löcher für 8 cm lange Schrauben zum Durchschrauben versehen. Die Vierkantrohre und Flachprofile wurden jetzt entgratet und schwarz lackiert.
Da der Sitz mit Drehteller gerade abgebaut war habe ich die Gelegenheit genutzt um den Batteriewasserstand beider Ford-Batterien zu kontrollieren. So eine Gelegenheit kommt nicht so schnell wieder.
Der Sitz mit seinen Sitzschienen wurde dann auf den montierten Flacheisen auf dem Drehteller mit M8 Schrauben festgeschraubt. Eine stabile Konstruktion, die der TÜV allerdings noch abnehmen musste.
Der TÜV war an diesem Tag im Hause und ließ sich vom Monteur die Konstruktion erläutern. Der Drehteller blieb außen vor, da dieser ja bereits in der Erstabnahme Bestandteil des Fahrzeuges war. Das "Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis gemäß §21 StVZO" wurde noch vor Ort erteilt und ausgedruckt. "Die Berichtigung der Fahrzeugpapiere ist unverzüglich erforderlich". Ich muss also in den nächsten Tagen noch aufs Landratsamt.

Auf der Heimfahrt konnte ich den neuen Sitz ausgiebig testen. Durch die bessere Seitenführung von Sitzteil und Lehne muss man mit dem Körper weniger ausgleichen und fährt entspannter. Die Lordosenstützen sind stufenlos einstellbar und man sitz nicht so krumm mit nach vorne gebogenem Rücken. Dadurch, dass jetzt auch links eine Armstütze ist lege ich meinen Arm nicht mehr auf der Fahrertür ab und sitze damit gerader. Also ein echter Komfortgewinn, der für Sitz und Umbau sein Geld wert ist.
Zum Schluss möchte ich mich bei der Fa. Unglert und der Fa. MobiTEC für die umfassende Beratung und die hochwertige Umsetzung recht herzlich bedanken!




Einbau einer Wassersteckdose für eine Außen-Dusche /Wasserhahn

Mit diesem Einbau lässt sich manch heftige Diskussion über sandige Füße und deren Reinigung auf dem Wohnmobilboden im Voraus unterbinden. Es wird eine Außensteckdose eingebaut, an die Wasserversorgung des WoMo angeschlossen (am besten an die Warmwasserleitung, kalt wird’s von alleine) und in diese wird der mitgelieferte Duschschlauch bzw. der Wasserhahn eingeklinkt. Ein Schalter innerhalb der Steckdose schaltet ggf. die Tauch-Wasserpumpe ein. 

Das war die Theorie. In der Praxis sucht man sich im Inneren des Wohnmobils eine Stelle an der man die Steckdose einbauen kann. Diese Stelle sollte so gewählt werden, dass sie verdeckt ist (Badschrank, Staukasten) und einen möglichst kurzen Zugang zu einem Warmwasserschlauch der Wasserversorgung hat. Liegt die Anschlussdose höher als der Versorgungsschlauch ist auch die Winterentleerung kein Problem.

Hat man eine geeignete Stelle gefunden, (Platzbedarf ca. 10x10cm und ca. 10-15cm Tiefe), bohrt man mittig mit einem 5er Bohrer ein Loch von innen nach außen. Von Außen setzt man jetzt einen Kreisbohrer ein und bohrt den Kreis an, danach wird von innen nach außen fertig gebohrt. Die Reihenfolge kann auch umgekehrt sein, wichtig ist, dass beide Oberflächen angerissen sind damit die Oberfläche durch die relativ groben Sägezähne nicht ausreißt. Der Lochdurchmesser sollte ca. 0,5cm größer sein als der Durchmesser der Außensteckdose. Damit bekommt man später keine Probleme mit Materialausdehnungen und hat genügend Luft um großzügig mit Dekalin abzudichten.

Jetzt wird die Steckdose auf der Deckelrückseite und am Übergang zur runden Dose mit einer Raupe Dekalin versehen und eingesetzt. Die Dose wird dann von außen verschraubt. Der Versorgungsschlauch wird an einer gut zugänglichen Stelle aufgeschnitten (vorher Pumpe abschalten) und mit einem Y-Verteiler versehen. Alle Anschlüsse sollten mit Schlauchschellen gesichert werden.

Handelt es sich um ein Wassersystem mit Tauchpumpe muss jetzt noch der Schalter parallel zu einem der bereits eingebauten Einschaltern (in den Wasserhähnen) angeschlossen werden.

Der selbstgebaute Wasserhahn besteht aus einem Anschlussstück für eine Reich-Wassersteckdose, 10cm Schlauch mit Innendurchmesser 10mm und einem 3/8“ Kugelhahn mit Schlauchanschlussadaptern. 

Fertig sieht die Wasserentnahmestelle dann so aus und hat sich bereits bestens bewährt um Salz- und Sandfüße oder auch mal schnell die Hände oder klebrige Kindermünder draußen zu reinigen.
 


Einbau eines Wasserkanisters und zusätzlicher Pumpe zur Kurzzeitversorgung

Oft will man den zentralen Wassertank nicht extra für eine Kurzreise auffüllen und später wieder entleeren und verzichtet deshalb lieber auf einen Kaffee.

Ich habe deshalb im Stauraum einen 20L Wasserkanister installiert und mit einer separaten Tauchpumpe versehen. Die Leitung von der Tauchpumpe wird über einen Absperrhahn und einen Y-Verteiler an die bestehende Druckwasserleitung zum Küchenblock angeschlossen. Auch die zur Druckpumpe abgehende Wasserleitung wird über einen Absperrhahn geführt.
Die Tauchpumpe wird über einen normalen Schnurschalter eingeschaltet, der an der Seitenwand des Küchenblockes mit Power-Pads befestigt wurde. Die Stromversorgung der Pumpe ist mit einer fliegenden Sicherung versehen und sollte nicht am Stromkreis der Druckwasserpumpe hängen, da diese über das Controlpanel abgeschaltet werden kann.

Wird die Wasserversorgung über die Druckpumpe betrieben ist der Absperrhahn zur Tauchpumpe geschlossen, das Wasser kann nicht in den Kanister drücken.

Ist die zentrale Wasserversorgung abgeschaltet sorgt der Absperrhahn in der zur Druckpumpe gehenden Leitung dafür, dass die Tauchpumpe nicht den restlichen Wasserleitungskreis füllt.


Einbau einer Wechselschaltung für das Deckenlicht

In vielen Wohnmobilen sind zwar für alle Lampen Lichtschalter vorhanden, aber oft ist die Anordnung und die Verdrahtung verbesserungsfähig.

Mein Wohnmobil hat eine Deckenleuchte, die über einen Schalter im Türbereich eingeschaltet wurde. Die Spotleuchten im Heckbereich hatten jede einen Einzelschalter am Lampenfuß und zusätzlich noch einen „Hauptschalter“ an der Badaußenwand.
Wenn ich beim reingehen die Deckenleuchte eingeschaltet habe konnte ich sie von er Hecksitzgruppe nicht mehr ausschalten ohne wieder aufstehen zu müssen. Auf den Hauptschalter der Spotleuchten konnte ich verzichten.

Ich wollte einen Ein/Ausschalter im Eingangsbereich und einen Ein/Ausschalter im Bereich der Hecksitzgruppe. Das ganze nennt man unter Fachleuten eine „Wechselschaltung“.
Dazu mussten zuerst die beiden Einschalter (Deckenleuchte und Spots) gegen Wechselschalter ausgewechselt werden. Zusätzlich muss auch eine 3. Leitung von Schalter 1 zu Schalter 2 verlegt werden, dies ist eigentlich die größte Herausforderung. Der Rest ist einfach, siehe Schaltbild!!
So, ich steige ein und schalte die Deckenleuchte mit dem Schalter im Eingangsbereich ein und wenn ich hinten sitze und mit den Spots lese, schalte ich mit dem hinteren Schalter die Deckenleuchte wieder aus.

Achtung: Wer sich bei handwerklichen Arbeiten und Arbeiten an der Elektrik nicht sicher fühlt sollte diesen Umbau von einem Fachmann durchführen lassen.


Einbau eines Multivent Gebläses zur Unterstützung der Alkovenheizung

Aus mir im nachhinein unverständlichen Gründen habe ich die geplante Gebläseunterstützung für die Alkovenheizung beim Bau meines Wohnmobiles wieder storniert. Manchmal spart man halt am falschen Ende.

Der erste Winterurlaub hat mich aber schnell wieder von der Notwendigkeit überzeugt und mit ein bisschen Geschick kann man das auch nachträglich einbauen.
Der Heizrohrstrang von hinten nach vorne und hoch zum Alkoven hat inklusive des umlaufenden Alkovenheizrohres eine Gesamtlänge von fast 10m. Der Strang hat zwar keine weiteren Ausströmer, aber der Druckabfall ist auf diese Länge zu stark.

Ich habe den Strang deshalb vor dem Aufgang zum Alkoven bzw. vor dem Übergang auf das 30mm Heizrohr aufgeschnitten und ein 2-stufiges Gebläse Multivent TBM eingesetzt.
Den Stufenschalter habe ich in die Stirnseite des Sitzkastens montiert.
Um den Durchfluss im Heizrohr zu erhöhen, habe ich jede 2. Ausströmdüse mit einer Häkelnadel wieder hochgezogen, geglättet und mit Abklebeband zugeklebt. Das Heizrohrende habe ich mit einer Eckdüse versehen und im Kleiderschrank enden lassen.
Der Funktionstest verlief absolut erfolgreich, sogar am Heizrohrende im Kleiderschrank kommt noch warme Luft.

Bei all diesen Arbeiten an der Heizung ist es wichtig, dass man vor den Optimierungsarbeiten zuerst alle Umluftrohre, deren Länge und Durchmesser und deren Ausströmer (Ort, Wichtigkeit) aufnimmt und auch ggf. auch am Ausgang der Heizung umsteckt um eine gleichmäßigere Verteilung zu erzielen.
 


Einbau eines Lüfters zur Unterstützung der Kühlleistung des Absorberkühlschrankes

Ein Absorberkühlschrank kühlt eigentlich recht gut, vorausgesetzt er ist korrekt eingebaut! (siehe Dometic Einbauanleitung: schräges Luftleitblech zum oberen Entlüftungsgitter, Abdichtung zwischen Oberseite Kühlschrank und Herdeinbau, seitliche Abdichtung zu den Seitenwänden, geringer Abstand zwischen Kühlrippen und Außenwand).
(Übrigens, auch bei einem Kompressorkühlschrank muss die, dem Kühlgut entzogene, Wärme abgeführt werden.)

Bei Außentemperaturen über 32°C kann aber der auf Thermik beruhende Luftstrom ein bisschen Unterstützung gebrauchen. Ich habe dazu hinter dem unteren Lüftungsgitter einen Axiallüfter angebracht, der die angesaugte Luft schräg nach oben bläst.
Bei dem Lüfter handelt es sich um einen leise laufenden EBM Papst-Lüfter 3412, 12V/1,3W, 61m3/h mit einem Laufgeräusch von 23dBA.

Die folgende Einbaubeschreibung bezieht sich auf das Modell Dometic MES RM7361L.
Den Lüfter habe ich mit Kabelbinder schräg am unteren dicken Rückflussrohr (da wo der Auffangbehälter für das Abtauwasser sitzt) und dem oberen dünnen Rohr befestigt. Zwischen Lüfter und Rohr habe ich drei Gummiplättchen zur Vibrationsdämmung geschoben und dann erst die Kabelbinder festgezogen. Der Lüfter hat damit keine Verbindung zu den Aufbauwänden.

Der 12V Anschluss erfolgte an der 6-poligen Dometic-Klemmleiste links oben, hinter der Abdeckblende. Zur Demontage der Blende muss man die beiden Drehknöpfe abziehen und dann die beiden dahinter befindlichen Befestigungsschrauben lösen. Dann kann man die Blende abziehen.
Die Anschlussleitung des Lüfters habe ich verlängert und auf der linken Seite (von außen gesehen) nach oben gezogen und durch die Kabelabdichtung geschoben. Von innen habe ich dann die Masse an der (von vorne gesehen) ganz rechten Klemme angeschlossen.
Die Plus-Leitung habe ich an die links danebenliegende 12V Dauerstrom-Leitung angeschlossen. Die 12V liegen immer an, egal welche Betriebsart gewählt wurde und werden nur durch das EBL abgeschaltet.

Anschlussbelegung der Lüsterklemme, von vorne und links nach rechts gesehen:
1= Plus 12V Heizpatrone, 2= Masse 12V Heizpatrone, 3= S+ Steuerung d. Solarregler (AES Modell), 4= D+ Lichtmaschinensignal (AES Modell)
5= Plus 12V für Elektronik, 6= Masse 12V für Elektronik

Damit der Lüfter aber abgeschaltet werden kann (Stromsparmodus) habe ich in der Frontblende einen Ein/Aus-Schalter montiert. Man könnte auch noch einen Bimetall-Thermoschalter (Schließer, reversibel) einbauen, um den Lüfter bei einer bestimmten Kühlrippentemperatur einzuschalten zu lassen. Nach der gemessenen Kühlrippentemperatur sollte dieser bei ca. 50-60°C Einschalttemperatur liegen.

Den Temperaturverlauf der Innentemperatur des Kühlschrankes und den Einfluss der hinteren Kühlrippentemperatur bzw. die Wirksamkeit der zusätzlichen Kühlung dokumentiert folgende Tabelle:


Übrigens: Die größte Verbesserung der Kühlleistung erhält man, wenn die Kühlschranktüre möglichst wenig und mit Bedacht geöffnet und schnell wieder geschlossen wird.


Weitere Möglichkeiten, die Kühlschrankthermik zu optimieren

Viele Kühlschränke kühlen nicht so gut wie sie eigentlich könnten!
Sie bezieht sich auf den leider oft nicht optimalen Einbau, der die dem Kühlgut entzogene Wärme am Wärmetauscher nicht richtig abführt und damit manchmal sogar den Kühlschrank rundum erwärmt. 
Die Fehler liegen dabei oft in folgenden Details:

  1. Zwischen Oberkante Kühlschrank und Oberkante Abluftgitter ist kein Leitblech eingebaut und/oder das Abluftgitter sitzt zu tief. Die Warmluft kann sich zwischen Herd und Kühlschrank stauen (und dabei auch die AES-Elektronik aufheizen). Gegen ein tief sitzendes Abluftgitter kann man wenig tun, aber von Kühlschrankoberkante bis zum höhersitzenden Abluftgitter kann man ein Leitblech einbauen (siehe Zeichnung).
  2. Der Abstand zwischen Kühlrippen und Außenwand ist zu groß (> 3 cm). Die Zuluft strömt nicht durch die Kühlrippen sondern daran vorbei. Auch hier hilft ein Leitblech.
  3. Zwischen den Möbelseitenwänden und den Kühlschrankseitenwänden befindet sich ein mehr oder weniger breiter Spalt. Die Warmluft strömt dort an den Seiten hoch und mindert damit die Kühlleistung, da sie den Kühlschrank von außen erwärmt.
  4. Leider mischt sich die unten einströmende kältere Luft auch mit der Abwärme des Kochers. Dies kann man mit einer senkrecht eingezogenen Leitwand teilweise verhindern und damit einen weiteren Temperaturunterschied zwischen einströmender kälteren Luft und Wärmetauscher schaffen.

Hier einmal zwei Skizzen zu diesen Punkten:
Optimierung Kuehlschrank

 Dieses ganze Thema habe ich übrigens nicht in langwierigen Messungen erarbeitet. Ich habe nur die Installationsanleitungen der Kühlschrankhersteller mit den Einbauvarianten der verschiedensten Wohnmobilhersteller verglichen. Die Einbauschwächen seitens der Aufbauhersteller lassen sich aber ganz gut auch nachträglich beheben.
Zu 1. Das obere Leitblech lässt sich relativ leicht durch das obere Abluftgitter anbringen und mit SikaFlex ankleben.
Zu 2. Bei dem, zwischen den Luftgittern sitzenden, unteren Leitblech wird es allerdings kniffelig. Man braucht eine kleine Stützkonstruktion, denn ein 3 bis 5 mm starkes Brett lässt sich nicht so einfach schräg auf die Innenwand kleben. Aber mit einer Stützleiste unten und ein paar zweckentfremdeten Kabelbindern mit Schrauböse lässt sich das Leitblech an der Wohnmobilwand befestigen.
Zu 3. Auch die Isolierungen zwischen Kühlschrank und Seitenwand lassen sich, je nach Spaltstärke, recht gut aus Fugenisolierungen zurecht schneiden und dann einfach mit einem Kantholz in den Spalt einpressen.
Zu 4.
Wenn es möglich ist, kann man links neben dem Kocher auch ein senkrechtes Leitblech einziehen um die Hitze des Kochers vom der kälteren Luft, die durch den Wärmetauscher soll, zu trennen.

Bei Kühlschränken, die ihre Abwärme nicht über die Außengitter, sondern über den Innenraum abführen, gibt es leider keine Abhilfe. Man kann ja die Klimaanlage entsprechend höher dimensionieren (ca. 200W) und hat dafür eine schöne, glatte Außenwand!
Von Dometic gibt es übrigens eine Aluspirale, auch Wendel, Flamm- oder Heizverteiler genannt, der in das Abgaskaminrohr eingehängt wird. Er soll für eine bessere Strömung und damit für eine niedrigere Abgastemperatur im Kamin und am Entlüftungsgitter sorgen. (ET Nr.
292 62 12-20/6)


Einbau einer federnden Matratzenunterlage im Alkoven

Bei meinem Alkoven kann man einen Teil hochklappen um im Fahrerhaus mehr Raumgefühl zu haben. Aus diesem Grund wurde dort kein Lattenrost als Matratzenunterbau installiert sondern nur eine Matratzenunterlüftung.

Die Matratze ist zwar eine gute Latexmatratze, aber da mit dem Alter auch der Anspruch an Bequemlichkeit steigt habe ich zusätzlich das „ Froli-Travel-System“ installiert. Die Unterlüftungsleisten habe ich im Fuß/Beckenbereich komplett entfernt und im Brust/Kopfbereich in der Höhe verdoppelt. So erhielt ich von links nach rechts zum Kopfende eine leichte Matratzensteigung von ca. 5cm.

Dann habe ich die Befestigungskreuze zuerst in der Länge und dann in der Breite miteinander so verknüpft, dass sie exakt in den nicht hochklappbaren Alkovenbereich passten. Die Befestigungskreuze lassen sich links, rechts, oben und unten in drei verschiedenen Weiten zusammenstecken. Damit hat man genügend Möglichkeiten, die Gesamtabmessung den Gegebenheiten anzupassen.

Danach habe ich die Befestigungskreuze für den hochklappbaren Teil des Alkovenbodens zusammengesteckt. Am linken und rechten Seitenrand habe ich die Verbindungslaschen abgesägt. Am unteren Ende des klappbaren Teils wurden die Verbindungen gesteckt, am oberen bzw. vorderen Teil habe ich die Kreuze angeschraubt, damit der Unterbau beim hochklappen nicht verrutscht.

Jetzt konnten die Federelemente aufgesetzt werden. Im Schulterbereich wurden die weicheren, hellblauen Elemente verlegt, ansonsten die härteren dunkelblauen.

Auf die verlegten Federelemente wurde jetzt wieder die Latexmatratze verlegt. Durch die zusätzliche Federung kommt die Matratze ca. 30mm höher. Das ist zwar ein Verlust in der Alkovenhöhe, der aber in Anbetracht des Liegekomforts durchaus zu vertreten ist.

Damit die Federelemente aus dem Wohnbereich nicht so deutlich zu sehen sind habe ich das Sicherungsnetz von vorne über die Elemente gelegt.

Trotz der verlegten Federungselemente lässt sich ein Teil des Alkovenbodens weiterhin hochstellen und fixieren, kurzum eine gelungene Verbesserung.
 


Einbau Skistiefelheizung/verbesserte Stauraumheizung

Beim Skifahren musste ich leider feststellen, dass meine Skistiefel im Stauraum nicht richtig trocken wurden. Ich habe daher das Umluftrohr der Heizung aufgetrennt und mit einem 35mm Abzweigverteiler ergänzt. Ein flexibles 35mm Heizrohr wurde eingesteckt und mit einer Eckdüse versehen. Das flexible Heizrohr kann man nun auch über den Skischuhschäften platzieren und die Skistiefel gezielt trocknen.

Bei Nichtgebrauch kann die Öffnung der Eckdüse mit einer Blindkappe verschlossen werden.

Zusätzlich dazu habe ich über einen weiteren Abzweigverteiler den Heizstrang des Bades angezapft und über ein 30mm Rohr in das hintere Ende des Stauraumes geleitet. Die montierte Eckdüse leitet nun Warmluft in die Ecken des Staukastens und verhindert damit im Winter Kondenswasser an den Wänden.

 


Frostschutz für den Abwassertank

für den Abwassertank und für den Wasserboiler wird auf verschiedene Arten realisiert. Der Frostschutz muss bei tieferen Temperaturen ab ca. +5° Celsius wirksam werden. Beim Boiler sorgt ein thermogesteuertes Ventil dafür, dass der Boiler zwangsentleert wird. Für den Abwassertank muss eine andere Lösung, nämlich eine Heizung, dafür sorgen, dass das Abwasser nicht einfriert.

1. Ein eingebauter Heizstab übernimmt dann die Aufgabe der Erwärmung. Diese Nachrüstung ist aufgrund der Plastikarbeiten und der Einbaulage nicht ganz so einfach.

2. Man kann den außen liegenden Abwassertank auch mit Warmluft frostfrei halten.
Die beste Lösung ist eine Umbauung des Abwassertanks mit einer Verkleidung aus Sperrholz (MFD, Bootsbau-Sperrholz), die zwischen Verkleidung und Tank auf allen Seiten ca. 50mm Platz lässt. Hier kann man jetzt zwischen Tankboden und der Bodenplatte der Verkleidung ein 35mm Umluftrohr mit Ausströmöffnungen verlegen und an die Umluftheizanlage anschließen. Versieht man diesen Heizstrang noch mit einer Strangsperre kann die Abwassertankheizung beliebig zu- oder abschalten (siehe Bild "Gebläse Alkovenheizung").

  3. Die kostengünstigste Lösung aber ist, ein flexibles 72mm Heizluftrohr durch Zuschneiden und Einrollen auf einen Durchmesser von 35mm zu reduzieren und hier eine Eckdüse einzubauen. Bei Bedarf steckt man das dicke Ende des Heizrohres in den Ausströmer des Bades und die Eckdüse in die Ablauföffnung der Duschtassen. Nun bläst die Warmluft direkt in den Abwassertank.
(Aber bitte nicht zu warm, sonst könnte sich der Abfluss der Duschtasse verformen)


Einbau eines Handlaufs, Einsteighilfe

Wenn man auf einem unebenen Gelände steht ist der Einstieg manchmal doch relativ hoch. Einen Schemel finde ich zu unfallträchtig und eine zusätzliche ausfahrbare Trittstufe wollte ich nicht anbauen. Ich habe mich für eine „Einstiegshilfe“ in Form eines Schiffstaus entschieden. Das Hanf-Tau wird auch zu Deko Zwecken verkauft, ist gedrillt und hat einen Durchmesser von ca. 28mm.

Da ich das Tau irgendwie stabil befestigen muss, habe ich die Tauenden in eine entsprechend starke Aluhülse (abgesägtes Alurohr) eingedreht. Die runde Hülse bekam vorher zwei durchgehende Löcher für Schrauben, dann wurde das Seil eingedreht und im Schraubstock dann in eine ovale Formgebracht. Die Schraubenlöcher, bzw. die Wandauflagefläche wurde somit flacher, die Befestigung damit stabiler.
Damit das Hanfseil nicht beschädigt wird, habe ich die Schraubenkanäle mit einem Rundpfriem aufgearbeitet und nicht ausgebohrt.
Danach habe ich die Aluhülsen passend zur Polsterung mit blauem Gewebeband umwickelt.

Aus 6mm Sperrholz habe ich zwei Verstärkungsplatten angefertigt, in die ich je zwei 4mm Einschlagmuttern eingeschlagen habe. Nun habe ich in die Kleiderschrankwand von außen die Schraubendurchführungen gebohrt und die Verstärkungsplatten passgenau dann an der Innenseite der Schrankwand angeklebt.

Somit lässt sich der Tau-Handlauf ganz einfach anschrauben und durch die Verwendung von Einschlagmuttern, Wandverstärkung und normalen Schrauben ist sichergestellt, dass auch bei 90kg Zuggewicht keine Holzschrauben ausreißen.


 


Fixierung des offenen Staukastendeckels und des Sitzpolsters der Dinette

Die Dinetten-Sitzbank dient bei mir auch als Staukasten. Die gelieferte Lösung hatte aber zwei Nachteile:

  • Den Sitzbankdeckel muss man mit einer Hand hochhalten um dem Staukasten etwas zu entnehmen.

  • Das Sitzpolster rutscht nach vorne und die Plastikscharniere reisen aus wenn auf der Sitzbank ein Kindersitz befestigt wird.

Zu 1.
Ich habe in die Unterseite des Deckels eine Rundkopfschraube eingedreht. Jetzt kann ich die Einsteckspange des Sicherheitsgurtes im Schraubenkopf einhängen und der Deckel bleibt auch mit aufgelegtem Sitzpolster offen. 

Zu 2.
Vor dem Polster konnte leider keine Stoßleiste montiert werden, das Auflagebrett war dafür zu kurz und eine oben montierte Leiste würde auch in den Oberschenkel drücken. Das Polster musste entfernbar bleiben und die Sitzbankklappe musste sich weiterhin öffnen lassen. 

Die Lösung:
Ein Gurtband, links und rechts an der Unterseite des Sitzkastendeckel befestigt, mit Snap-in Schloss aus dem Sport-Shop jederzeit zu öffnen und zu schließen und auch in der Länge justierbar. In der Mitte des Sitzkastendeckels oben montierte ich eine „Gurtlaufbefestigung“, die das Gurtband umlenkt und damit nur über die linken und rechten vorderen Polsterecken laufen lässt. Damit war das Polster ausreichend gegen Verrutschen nach vorne fixiert!
Damit auch der Sitzbankdeckel nicht mehr nach vorne gedrückt wird, habe ich an der Unterseite zwei Leisten befestigt, die den Deckel an der Vorderwand des Staukastens in seinem Vorwärtsdrang bremsen.
Jetzt kann ich jederzeit den Deckel bei aufgelegtem Polster offenhalten und Schäden am Hinterkopf verhindern. Auch das Polster bleibt trotz Bewegung der dort sitzenden Personen an seinem Platz und die Scharniere werden nicht mehr belastet.


Gepäcksicherung im Stauraum

Verzurrösen sind kleine nützliche Anbauten in Stauräumen. Mit ihrer Hilfe und normalen Gurtbändern kann man die Zuladung klapper- und bremssicher verzurren. Leider hat sich das bei den Herstellern bisher noch nicht so richtig herumgesprochen. Kaufen kann man sie im Kfz-Zubehörhandel oder im Baumarkt.
 


Kanalhaken zum Öffnen von Entsorgungsschächten

Entsorgungsschächte für Wohnmobiltoiletten sind meist mit Abdeckblechen oder Ablaufgittern versehen. Diese zu öffnen oder zu entfernen ist nicht unbedingt appetitlich. Ich habe mir deshalb einen „Kanalhaken gebastelt. Die schwere Ausführung kann man im I-Net für 40,- bis 70,- Euro kaufen, aber das macht keinen Spaß. Ich war im Baumarkt!

1m Rippenstahl, rund, 6mm Durchmesser    1,29 € und
10cm Schrumpfschlauch.
Als Hilfsmittel dienten: ein Schraubstock,
und ein Verlängerungsrohr vom Wagenheber.

Die zukünftige Grifffläche habe ich mit Schrumpfschlauch überzogen und dann den Handgriff mit Hilfe eines darüber gesteckten Rohres dreieckig gebogen. Am unteren Ende habe ich eine Spitze gebogen.
Und fertig war dieses nette Hilfsmittel !!

 


Ladeumschalter für den Ausgang des Solarreglers.

Der Solarregler lädt normalerweise nur die Aufbaubatterie, nicht aber die Starterbatterie. Auch Solarregler mit einem zweiten Ausgang stellen an diesem Ausgang nicht die volle Leistung zur Verfügung oder arbeiten eventuell sogar mit einer Ladepriorisierung (erst Aufbau-, dann Start-Batt.
Achtung
: Die Batterietypauswahl (Nass/AGM/Gel) gilt bei allen Solarreglern für beide Ausgänge.

Mit einem einfachen Umschalter im Ausgang des Hinweis für alle Ford-Transit-Chassis ab BJ 2007:
Der Ford Transit (140 PS Motor bzw. Heckantrieb) hat ab BJ 2007 zwei Chassisbatterien verbaut. Diese sind nicht dauerhaft parallel geschaltet sondern über ein Ford internes Trennrelais getrennt wenn die Zündung ausgeschaltet ist. Wenn hier die „Startbatterie“ über Solarpanel oder Ladegerät mitgeladen wird, so gilt das nur für die hintere, startrelevante Batterie. Sie ist zum Schutz vor unbeabsichtigter Entladung im Stand getrennt von der Chassiselektrik. Die vordere, zweite Batterie ist eine „nicht startrelevante Batterie“, die für die Versorgung von Autoradio, Navi, 12V-Steckdosen und Licht zuständig ist. Auch hier ist ein "Ladeumschalter" für das Solarpanel eine sinnvolle Verbesserung.
Um auch die vordere. "nicht startrelevante Batterie nachzuladen, habe ich in der Fahrersitzkonsole ein Umschalter installiert, mit dem man den zweiten Ausgang des Solarreglers zur Ladungserhaltung auch auf diese Batterie schalten kann.
Achtung:
Wer sich bei handwerklichen Arbeiten und Arbeiten an der Elektrik nicht sicher fühlt sollte diesen Einbau von einem Fachmann durchführen lassen.


Installation einer DVB-T Antenne

Um ohne großen Aufwand in Deutschland fernsehen zu können und im Ausland zumindest die wichtigsten Nachrichten mit zu bekommen habe ich mir eine DVB-T Außenantenne mit integriertem Verstärker installiert.

Die Antenne wird mit einem biegsamen Fuß und zwei U-förmigen feuerverzinkten Mastschellen geliefert. Diese Antenne habe ich am Querholmen der Dachreling befestigen. Um bisherige Aufbauhöhe von 3,15m nicht noch mehr zu erhöhen, habe ich die Antenne flach montiert.
Die Antenne wird auf ein flexibles biegsames Rohr aufgesetzt das mit dem Montagefuß verbunden ist und mit einer Rändelschraube gesichert. Damit die Antenne sich nicht vom Rohr lösen kann, habe ich den Fuß so montiert, dass die Antenne mit dem oberen Rand durch die Dachreling gesichert ist. 

 

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