Wohnmobil Beratung
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Gasbehälter, Frischwasser und Pumpen, Umluft und Warmwasserheizung


Einführung Gas-Tauschflaschen, -Tankflasches, Tanks und Gassystem
Für die Versorgung der gasbetriebenen Geräte (Kühlschrank, Herd, Heizung, Warmwasser) gibt es drei verschiedene Behälter, die Gas-Tauschflasche, die -Tankflasche oder den Gastank. In allen kann Brenngas gespeichert werden, das an der höchsten Stelle im gasförmigen Zustand entnommen werden muss. Dass sich im oberen Teil des Behälters Gas aus dem getankten Flüssiggas bilden kann, darf der Behälter nur zu 80% seines Volumens gefüllt werden. Das sind die Vorgaben, an die sich jeder Brenngastankbefüller halten muss. Die Gasbehälter können aus Stahl, aus Aluminium oder auch aus GfK/Plastik (nicht für Deutschland zugelassen) hergestellt sein und müssen eine Berstdruckgrenze von 30 Bar einhalten.
Über Schlauch, Schlauchbruch- oder Crashsicherung, Gasflaschenumschalter und Druckminderventil werden die Verbraucher wie Herd, Warmwasserboiler, Heizung und Kühlschrank mit Gas versorgt. Die für einen Wohnmmobileinbau zugelassenen Gasverbraucher selbst besitzen eine Zündsicherung bzw. eine Flammüberwachung damit kein unverbranntes Gas ausstömen kann. Brennt die Flamme, wird dies durch ein Thermoelement, meist einen kupferfarbenen Stift der im Flammkegel montiert ist, überwacht. Es arbeitet thermoelektrisch, das heißt es gibt bei Erhitzung eine Spannung von ca. 30mV - 45mV und einen Strom von ca. 1A ab. Diese Energie hält das Magnet-Gasventil offen, erlischt die Flamme wird der Thermofühler innerhalb von 30-60 Sekunden kalt, das Gasventil wird geschlossen.
Der sichere Betrieb von Schlauch, Regler und die Sicherheitseinrichtung muss alle zwei Jahre durch eine Gasprüfung nach DVGW Arbeitsblatt G 607 neu mit einer Gasprüfplakette dokumentiert werden. Änderungen der Gasanlage (Tausch Heizung, Einbau Tankflasche müssen von einem DVGW-Sachkundigen abgenommen und in der Prüfbescheinigung mit Serien Nr. dokumentiert werden. Alle Regler und Schläuche müssen nach 10 Jahren ab Herstellungsdatum ausgetauscht werden.

Tauschflaschen:
Die Tauschflaschen werden nach der Rückgabe in einem Füllwerk von darauf eingewiesenen Fachkräften gefüllt. Sie werden gewogen, das Flaschengewicht wird abgezogen, dann werden sie mit flüssigem Propan/Butangas aufgefüllt. Die Befüllung erfolgt über ein Füll/Entnahmeventil. Die 20% freies Volumen im oberen Flaschenbereich für den gasförmigen Anteil wird durch die Einfüllgewichtskontrolle sichergestellt, die auch eventuell vorhandene Flüssiggasreste vom Vorbenutzer berücksichtigt.
Die Tauschflasche muss befestigt (Spanngurte), aber ohne Werkzeug  zum Tausch entnommen werden können und gilt deshalb fahrzeugtechnisch als Ladung. Für die Sicherheit der Gasanlage ab Flaschenausgang sorgt alle zwei Jahre eine Gasprüfung durch einen DVGW-Sachverständigen. Die dann erteilte Prüfplakette ist eine Voraussetzung für die fahrzeugtechnische HU. Die Tauschflasche und deren Ventil muss nach 10 Jahren einer Druckprüfung unterzogen werden, diese Verantwortung übernimmt das Füllwerk.

Tankflaschen:
Eine Tankflasche ist für die Betankung durch nicht eingewiesen Benutzer konstruiert. Sie hat deshalb einen eingebauten Füllstopp, der das Füllventil bei einer 80% tigen Füllung schließt und damit Raum im oberen Bereich für die gasförmige Umwandlung läßt. Diese Flasche darf also durch den Wohnmobilnutzer gefüllt werden, das wo bleibt hier einmal offen. Damit aber der Benutzer die Flasche nicht kippen kann und damit den Füllstop (Schwimmerventil) außer Kraft setzt, muss diese fest eingebaut sein und nur mit Hilfe von Werkzeug ausgebaut werden können. Der Festeinbau bedingt, dass die Tankflasche mit Gasrohr an die Gasanlage angebunden ist und mit ihrem Gewicht von immerhin ca. 22kg den Ein-/Anbauregeln (standsicher bei 20g/8g negative Beschleunigung) von Kfz`s entspricht.
Die mit dem Wohnmobil fest verbundene Tankflasche darf vom Nutzer selbst gefüllt werden. Allerdings nicht an Tankstellen und nicht mit dem an Tankstellen angebotenem LPG-Flüssiggas. Dieses darf nämlich an Tankstellen nur als Treibstoff für LPG betriebene Kfz abgegeben (Treibgas) werden  und nicht als Brenn- oder Heizgasgas (Campinggas). Dazu hat sich der Tankstellenbetreiber verpflichtet, das steht auch meist so in den AGB`s der Treibstofflieferanten!
Für die Entnahme ist ein zweites Ventil (Entnahmeventil) eingebaut. Für die Sicherheit der Gasanlage ab Tankausgang sorgt alle zwei Jahre eine Gasprüfung durch einen DVGW-Sachverständigen. Die dann erteilte Prüfplakette ist eine Voraussetzung für die fahrzeugtechnische HU. Da die Tankflasche fest eingebaut ist gilt sie fahrzeugtechnisch als Einbau. Dafür gelten die fahrzeugtechnischen Vorschriften  und Sicherheitsprüfungen (HU). Die Ttankflasche und deren Ventile müssen nach 10 Jahren einer Druckprüfung unterzogen werden, diese Verantwortung liegt beim Fahrzeugbesitzer.

Gastanks:
Viele Wohnmobile sind mit Unterflurgastanks ausgerüstet. Hier kann man auf den ersten Blick nicht erkennen, ob dieser Gastank zu Antriebszwecken, zum Kochen, Kühlen und Heizen oder zu allen drei Zwecken benutzt wird. Es ist auf jeden Fall ein fest am Fahrzeugrahmen angebauter Tank mit eingebautem 80% Füllstopp. Damit darf auch dieser Tank vom Nutzer selbst gefüllt werden. Im Gegensatz zur Tankflasche (Heizgas) darf er diesen auch an einer Tankstelle mit LPG-Gas (Treibgas) füllen, da hier für den Tankwart nicht ersichtlich ist zu welchem Zweck das getankte Gas verwendet wird. Für die Sicherheit der Gasanlage sorgt alle zwei Jahre eine Gasprüfung durch einen DVGW-Sachverständigen. Die dann erteilte Prüfplakette ist eine Voraussetzung für die fahrzeugtechnische HU. Da der Gastank fest eingebaut ist gilt er fahrzeugtechnisch als Einbau. Dafür gelten die fahrzeugtechnischen Vorschriften (sicher bei 20g/8g negative Beschleunigung) und Sicherheitsprüfungen (HU).
Der Gastank, seine Ventile und Füllstandmesser müssen nach 10 Jahren eine Druckprüfung unterzogen werden, diese Verantwortung liegt beim Fahrzeugbesitzer.

Diese Zuständigkeiten (TÜV/GVGW/Behälterdruckprüfung), Unterschiede (Ladung/Festeinbau) bzw. Zusammenhänge (Tanken Treibgas/Brenngas), ihre Vor- und Nachteile sollte man kennen, bevor man sich in Diskussionen über die diversen Vorschriften, Normen, TÜV, Prüfungen der Gasanlage oder Diskussionen mit den Tankstellenpächter in verschiedenen Länder (steuertechnische Unterschiede, regionale Zusatzregelungen zu EU-Regelungen) verliert.


Einführung Frischwassersysteme:
Das gesamte Wassersystem im Wohnmobil, besteht aus einem Leitungssystem, Wasserhahn, Duscharmatur, Wasserpumpe, eventuell einem Druckausgleichsbehälter, Frischwassertank und natürlich dem Entsorgungssystem mit Ablauf und dem dazugehörenden Abwassertank.
Wassersystem
Das Leitungssystem für das Frischwasser wird meist mit lebensmittelechten und gewebeverstärkten Schläuchen (Ø 10 oder 12 mm) verlegt. Der rote Streifen weist auf den Warmwasser- der blaue auf den Kaltwasserkreislauf. Aber auch ein Rohrsystem aus HT-Rohren kommt immer mehr zum Einsatz.
Die Frischwasserspeicherung erfolgt in einem fest eingebauten Wassertank oder in transportablen Kanistern. Im Betrieb wird das Wasser dann mittels Pumpe (Tauchpumpe/Druckpumpe) aus dem Tank entweder zu den Kaltwasserzapfpstellen oder über den Warmwasserboiler zu den Warmwasserhähnen gepumpt.
Meist ist auch die Spülwasserversorgung der Toilette an den zentralen Frischwassertank angeschlossen. Ein Magnetventil in der Toilettenleitungverhindert dass Spülwasser fließt wenn über die Wasserhähne Wasser entnommen wird.
Damit Boiler und Armaturen bei Frost keinen Schaden nehmen ist ein Frostschutzventil für eine automatische Notentleerung bei Temperaturen unter +5°C eingebaut. Dieses Ventil ist auch gleichzeitig ein Überdruckventil für den Warmwasserboiler. Der Boiler besitzt am oberen Rand zusätzlich ein Belüftungsventil, damit bei der Wasserentnahme Luft in den Behälter nachströmen kann.

Um das Wasser aus den Tanks zu bekommen gibt es zwei verschiedene Pumpsysteme, eines davon ist auch in Ihrem Wohnmobil verbaut:

  1. Tauchpumpe, technisch eine Flügelradpumpe, die mittels eines Mikroschalters an den Hähnen ein- und ausgeschaltet wird.
  2. Membranpumpe, oft Druckpumpe genannt, die jeweils solange arbeitet, bis sich auf der abgehenden Seite ein bestimmter Wasserdruck aufgebaut hat, dann abschaltet und sich automatisch wieder einschaltet, wenn der Wasserdruck im System aufgrund einer Wasserentnahme (oder eines Lecks) sinkt. Kontrolliert wird dies über einen integrierten Wasserdruckschalter.

    Eine etwas teurere Lösung ist eine elektronisch geregelte Smart Sensor Pumpe. Bei einer Wasserentnahme steuert sie der Senkung des Wasserdrucks mit einer Erhöhung der Drehzahl gegen und regelt damit die Fördermenge auf einen konstanten Wert ein. Eine weitere Variante ist die Soft-Pumpe. Hier steuert ein Bypass zusammen mit dem Druckschalter einen ruhigeren Pumpverlauf. Bei diesen Pumpentypen ist ein Druckausgleichsbehälter nicht unbedingt notwendig, schadet aber auch nicht.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.


Einführung Heizungssysteme:
Für viele ist die Heizung im Wohnmobil ein zweitrangiges Thema, sie fahren nur im Sommer mit dem Wohnmobil. Diejenigen, die mit dem Fahrzeug auch zu Arbeitsstellen fahren oder Winterurlaub machen sehen das Thema wesentlich interessierter. Der weibliche Teil der Wohnmobilfahrer wird mir zustimmen, die Wärme kommt nicht immer dahin wo man sie braucht. Andere beklagen, dass auf den bequemen Drehsitzen die Füße beim Fernsehen kalt bleiben und im Schlafabteil tropische Hitze herrscht.
Natürlich kann man die Heizung zurückdrehen, man muss im Winter nur aufpassen, dass dann das Frostschutzventil nicht mitten in der Nacht anspricht und vor dem Kaffee trinken erst mal Wasser bunkern ansteht.
In Wohnmobilen werden zwei Arten Von Heizungen verbaut, nämlich Umluftheizungen oder Warmwasserheizungen. Beide werden entweder mit Gas oder Diesel betrieben und haben eine Heizleistung von ca. 4 bis 6 kW, der Gasverbrauch liegt bei maximal 480 g/h oder bei ca.  0,6 l/h Diesel. Beide Heizungstypen können zusätzlich mit 230V-Heizpatronen ausgestattet werden, diese haben i.d.R. eine zusätzliche Heizleistung von 1 bis 2 kW. Beide Heizungstypen besitzen einen integrierten Warmwasserboiler mit einem Fassungsvermögen zwischen 8 und 10 l. Damit enden allerdings die Gemeinsamkeiten.

Bei Umluftheizungen wird die von einem Brenner erhitzte Luft über einen Ventilator und PAP-Umluftrohre mit Hilfe von Ausströmöffnungen im Wohnraum (und im Unterboden, mitunter auch in der Garage?) verteilt. Dieses Gebläse braucht allerdings auch Strom, an Wintertagen bzw. Nächten können da schon mal 30 Ah zusammenkommen. Bei älteren Gasheizungen kann es sich auch um einen Heizkörper handeln, der schon ohne Gebläseunterstützung Wärme abstrahlt.

Bei neueren Heizungen handelt es sich meist um eine Kombination von Heizung und Warmwasserboiler. Diese lassen sich auch in Sitzbänken etc. installieren, sie benötigen aber auf jeden Fall ein Gebläse, um die Warmluft über ein Rohrsystem im Wageninneren zu verteilen. Ein Raumtemperaturfühler gibt der Heizung ein Feedback über die erreichte Raumtemperatur.Eine

Warmwasserheizung
funktioniert wie die Zentralheizung zuhause. In einem Durchlauferhitzer wird mit Gas oder Diesel das Wasser erwärmt. Das Warmwasser fließt unterstützt durch eine elektrische Umwälzpumpe (Quirl) durch eine Ringleitung und die Heizkörper. Auch hier braucht der Quirl Strom und auch hier kann der Verbrauch in 24 h bei ca. 30 Ah liegen. Die Heizkörper geben die Wärme dann in den Raum ab und die Konvektion sorgt dafür, dass die Warmluft an die Decke steigt. Die Heizkörper gibt es als Rohrkonvektor, in Rippenform als Radiator, oder mit zusätzlichem Gebläse als Konvektor. Die einzelnen Heizkörper kann man allerdings nicht regulieren. Der Aufbauhersteller kann aber verschiedene Heizstränge (Fußbodenheizung, Garage, etc.) vorsehen, die dann abgeschaltet werden können.
Der Vorteil dieser Heiztechnik liegt in der gleichmäßigen Temperatur ohne Zugluft oder Gebläsegeräusche. Für Allergiker hat diese Art des Heizens den Vorteil, dass durch Zwangsbelüftungen und Dachluken eingedrungene Pollen oder Hausstaubmilben nicht durch einen Lüfter verteilt werden.
Auch hier ist in die Heizung ein Warmwasserboiler integriert, der für nötige warme Wasser sorgt und natürlich gibt es auch für den Boiler eine 230V-Heizpatrone, die hier allerdings wesentlich effektiver einsetzbar ist als bei einer Warmluftheizung.

Bei einer Warmwasserheizung kann man aufgrund der fixen Leitungsverlegung und der Installationsorte der Radiatoren wenig optimieren, bei der Warmluftheizung sieht dies ganz anders aus.

Optimierung einer Warmluftheizung:
Bei einer Wohnmobilheizung werden Heizungsstandort und die Umluftrohre installiert, bevor die Möbel eingebaut werden. Die Verlegung der Heizrohre soll auch für andere Grundrisse passen und durch Einstiegsöffnungen können/sollten keine Umluftrohre verlegt werden. Aus diesen und noch vielen anderen Gründen kann es sein, dass die Heizleistung nicht gleichmäßig verteilt wird.

Dem kann man mit ein wenig handwerklichem Geschick abhelfen!
Zuerst ist es wichtig, einen Plan der Verlegung der Umluftrohre und deren Ausströmöffnungen zu erstellen. Wichtig ist auch die Länge der Umluftrohre und die Anzahl der Ausströmer pro Heizstrang.
Ich habe für Sie hier einmal ein Beispiel meiner Warmluftheizung aufgezeichnet, diese Zeichnung ist Stand nach der Optimierung.

Grund meiner Optimierung waren:
1. Im Alkoven kam zu wenig Warmluft mit zu wenig Druck an.
2. Die Heizung des Abwassertanks erfolgte permanent, manchmal war mir die Innenraumheizung an der Dinette aber wichtiger.
3. Ich wollte meine Skistiefel trocknen und das Schwitzwasser im Stauraum verhindern.

Zu 1.
Als erstes habe ich an dem umlaufenden Isothermrohr im Alkoven jede zweite Ausblasöffnung wieder geschlossen. Um den Querschnitt an diesen Stellen wieder herzustellen habe ich die eingedrückten Öffnungen mit einer Häkelnadel wieder herausgezogen und mit Malerkrepp abgedichtet. Für die Kleiderschrankbelüftung habe ich  am Ende der Isothermrohres eine 35mm Eckdüse montiert.
Um den Druck/Durchsatz des doch langen Heizrohres (rotes Rohr, mit Alkoven ca. 10m) zu erhöhen habe ich vor dem Übergang 72mm auf 35mm Durchmesser ein zweistufiges Multiventgebläse installiert.
An der Heizung war der Alkovenstrang auf der rechten Seite montiert, ich habe den Strang auf die linke Seite umgesteckt und konnte damit die Rohrlänge um ca. 1m verkürzen.

Zu 2.
Der zweite Heizstrang (ockerfarbig, mit zwei Ausblasöffnungen zum Frontbereich und der Abwassertankheizung habe ich an der Heizung als Bevorteilung für den Alkovenstrang nach rechts umgesteckt. Am Übergang von 72mm auf 35mm Rohrdurchmesser habe ich eine Strangsperre für die Abwassertankheizung montiert.

zu 3.
Da das Bad (meiner Ansicht nach) zu stark beheizt wurde (violette, kurze Leitung, nur 1 Ausströmer) habe ich einen 72mm/35mm Abzweiger montiert und den 35mm Ausgang in die linke Ecke des Stauraumes geleitet. Am Ende des 35mm Rohre habe ich eine Eckdüse aufgesetzt.
Zusätzlich habe ich in den grünen Heizstrang (Polsterbelüftung Hecksitzgruppe, Stauraum) einen weiteren 72mm/35mm Abzweiger installiert und auch hier am 35mm Abgang ein Heizrohr mit Eckdüse installiert. Die Eckdüse kann ich jetzt direkt in meine Skistiefel blasen lassen.

Und hier ein paar Truma-Installationsteile als Abbildung, die Sie eventuell für die Optimierung benötigen:



Die Teile von links nach rechts:
Multivent Gebläse, Abzweiger 35mm Abgang, Y-Strangverteiler, Strangsperre, Eckdüse 35mm

Hier übrigens ein Link für eine durchgeführte Optimierung an einen Corado T334/T449 / Sunlight T67/T69.

 Dies war eine Beschreibung einer individuellen Optimierung. Hier ein paar Dinge die man generell beachten sollte:

Viele denken bei dem Wort "Optimierung" schnell an das Truma Heizungssteuerungs Display "CP Plus". Diese verbessert aber nur den Bedienungskomfort, die Heizleistung bleibt unverändert.
Jede Heizung hat nicht nur einen Regler, z.B. CP Plus, sondern auch einen Raumthermostat, der die tatsächliche Temperatur messen soll. Meist ist dieser knopfgroße Sensor in Kopfhöhe in der Nähe der Tür oder im Controlpanel installiert. Bei manchen Wohnmobilen mit hohem Kühlschrank (TEC) ist er an der Kühlschrank-Seitenwand eingebaut. Ist der Kühlschrank nicht sauber isoliert, dringt Wärme zwischen Kühlschrank und Möbelseitenwand und erwärmt den Sensor. Dieser fühlt dann zwar Wärme, aber die kommt leider nicht aus dem Wohnraum. Der Fühler meldet trotzdem Wärme an die Heizung, die dann folgerichtig die Leistung zurückfährt und den Wohnraum kühl lässt.
Die Heizung selbst hat entweder zwei (Combi4) oder vier Ausblasöffnungen (Combi6). Sollten nur zwei Ausblasöffnungen mit Rohranschlüssen versehen sein, müssen die übrigen Öffnungen verschlossen sein.

zugehörige Normen, Vorschriften

Für die Gasanlage gilt europaweit:

Für Wohnmobile und Caravans gilt die
DIN EN 1949 bzw. DIN EN 12979. Für Zwangsbelüftung bei Gasanlagen gilt die Norm DIN EN 721 "Bewohnbare Freizeitfahrzeuge - Anforderungen an die Sicherheitslüftung". Für Österreich gilt die ÖNORM EN 1949 für die Schweiz die SN EN 1949.
Der Gasdruck der Anlage nach dem Regler betrug früher 50 mbar (rote Farbe) und heute 30 mbar (gelbe Farbe). Der Durchfluss sollte mindestens 1kg/h betragen. Regler und Schläuche müssen alle 10 Jahre ausgetauscht werden.
Übrigens: Alle Schlauchgewinde sind Linksgewinde! (kleine Kerbe in der Überwurfmutter), Schneideringverbindungen sind Rechtsgewinde.
Die Stahlgasrohre (8/10mm) müssen mit gummierten Halterungen befestigt und damit fest verlegt sein.

Gasdruckregler mit grünem Aufkleben (
kein Sicherheitsabblasventil PRV) dürfen in deutschen Wohnmobilen nicht verwendet werden.
Gasflaschen dürfen nur in einem, zum Innenraum luftdichten, Gas-flaschenkasten montiert werden. Der Kasten muss an der Tür einen 5cm hohen Sockel haben und im Boden eine Entlüftungsöffnung nach außen von mindestens 100 cm2 besitzen. Durch diese Entlüftung dürfen keine Abgase der Auspuffanlage eingezogen werden.

Laut DIN/EN 1949 §
5.7 dürfen elektrische Ausrüstungsteile einschließlich Kabeln nicht im Gaskasten installiert werden, ausgenommen: Kleinspannungs-Ausrüstungsteile (ELV) für die Steuerung der Gasanlage und Kabel ohne Verbindungsstellen. Elektrische Installationen und Komponenten müssen so konstruiert und installiert werden, dass sie keine potentielle Zündquelle darstellen. Dort wo Kabel durch einen Flaschenaufstellraum durchgeleitet werden, müssen diese gegen mechanische Beschädigung mittels Kabelkanals oder Isolierrohrs geschützt werden.

Für die Installation/Umbau auf Festgastank/Gastankflasche hier eine
Zusammenfassung der zurzeit gültigen Regelungen für die Installation von Brenngastanks in Flaschenform in Freizeitfahrzeugen:
Bei der Installation von Druckbehältern in Fahrzeugen ist zu unterscheiden, ob es sich um eine Flasche oder einen Tank handelt. Flaschen dürfen ausschließlich im Füllwerk befüllt werden und müssen dazu dem Flaschenkasten ohne die Verwendung von Werkzeugen leicht entnommen werden können. D. h., Flaschen dürfen nicht mittels verschraubter Stahlbänder befestigt werden und eine Vorrichtung zum Befüllen im eingebauten Zustand ist nicht zulässig.
Brenngastanks in Flaschenform (sogenannte Tankflaschen) sind den übrigen Flüssiggastanks (Treibgastanks) in Fahrzeugen gleichgesetzt und müssen den technischen Anforderungen nach ECE R 67.01, Teil I, Anhang 10 entsprechen.
Nach DIN EN 1949 gelten für den Einbau von Flüssiggastanks die Anforderungen der DIN EN 12979 bzw. ECE R 67.01, Teil II, Abschnitt 17. U. a wird dort Anforderungen an die Befestigung hinsichtlich der Aufnahme von negativen. Beschleunigungskräften, 20g in Fahrtricht-ung und 8g seitlich zur Fahrtrichtung
geregelt:
Quelle: Verbandes für Flüssiggas,
DVGW November 2017

Eine ordnungsgemäße Funktion im Betrieb (alle 2 Jahre) und nach  durchgeführten Arbeiten (sofort) müssen durch eine Gasprüfung nach DIN EN 1
949 bzw. Richtlinie 2001/56/EG bzw. DVGW Arbeitsblatt G607 (neu, Betrieb und Prüfung) freigegeben werden. Diese Gasprüfung ist Voraussetzung für die Erteilung einer Plakette im Rahmen der HU.

Für die Trinkwasseranlage im Wohnmobil gilt:
die Trinkwasserverordnung der Bundesrepublik Deutschland.
Die Verordnung zur Novellierung der T-Verordnung vom 21.Mai 2001, ist seit 1.April 2009 ergänzt um die Trinkwasserverordnung für Klein und nicht ortsfeste Anlagen! Mit der DIN 2001-2: 2009-04 müssen Wohnmobilhersteller ab April 2010 Materialien verwenden die dieser Norm entsprechen. Im Detail bedeutet dies lebensmittelechte Schläuche (bis 60°C) und Wassertanks aus PE.


 Stand 12.3.2019

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